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Editorial: Wolkig mit Sonne

Chefredakteurin Elke Sondermann
Chefredakteurin Elke Sondermann

Wolkig mit Sonne und Aussicht auf ein minimales Wirtschaftswachstum – so lautete die Prognose des Wirtschaftsweisen Professor Dr. Peter Bofinger für die deutsche Wirtschaft in seiner Key-Note im Rahmen des Einkäufertages „Procurement“ auf der Paperworld (mehr zum gelungenen Event lesen Sie hier).

Ein Riesenpotenzial jedenfalls bestätigte Bofinger der Energiewende. Und gab damit sicher seinem Publikum entsprechende Anregungen zum Nachdenken mit nach Hause respektive ins Büro. Vom Einsatz regenerativer Energien in Bürogebäuden ist der Schritt zu energiesparenden Bürogeräten und dem „Green Office“ nicht mehr weit. Es handele sich um einen weit verbreiteten Irrglauben, dass sich der Einkauf ausschließlich mit Preisen beschäftige, meint auch Kerstin Dalmus, zuständig für Strategic Sourcing LCC/Supplies Marketing & Indirect bei der Telekom. Die Produktbeschaffenheit und der Wertschöpfungsprozess nähmen bei der Lieferantenbeurteilung eine ebenso bedeutende Rolle ein. Der sorgfältige Umgang mit Rohstoffen stifte sowohl ökonomischen Nutzen, sei aber auch elementarer Bestandteil des gesellschaftlichen Selbstverständnisses des Unternehmens. Es sei sehr erfreulich zu sehen, meint Dalmus weiter, dass nachhaltiges Handeln zwischenzeitlich als gesellschaftliche Verantwortung betrachtet werde.

Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln seien für moderne Unternehmen ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur und gerade das Büro böte da gute Möglichkeiten, um nachhaltig und umweltbewusst zu handeln, meint auch Marcel Jacobs, Umweltmanager beim Bürohändler Office Depot Europe. Tatsächlich seien die Umweltbelastungen, die durch Büros entstünden, immens. Wer den Müll trennt, ermöglicht das Recycling, aber nur, wer auch recycelte Produkte einsetzt, spart Ressourcen. Mehr dazu lesen Sie in unserem „Green Office“-Special.

Im Februar trat der dritte Teil der Normenreihe DIN 66399 „Büro- und Datentechnik – Vernichtung von Datenträgern“ in Kraft, die nach den Grundlagen und Begriffen (Teil 1) sowie den Anforderungen an die Maschinen (Teil 2) nun auch die Prozesse der Datenträgervernichtung regelt. Die richtige Zeit, sich in unserem Special „Aktenvernichtung“ mit der neuen Norm und den sich ergebenden Konsequenzen für Unternehmen und Einkauf zu beschäftigen. Stefan Latz vom TÜV Hessen stellt dazu fest, dass Normen nicht zwingend Anwendung finden müssten, aber im Falle eine Falles, beispielsweise einer gerichtlichen Auseinandersetzung im Datenschutzumfeld, als technischer Status Quo herangezogen werden könnten. Und dabei gelte: „Was im Zusammenhang mit dem Datenschutz nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist verboten.“

Spannende Lektüre wünscht

Ihre Elke Sondermann

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