C.ebra

Cloud-Mustervertrag des BME

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) hat erstmals eine Rahmenvereinbarung für Software as a Service (SaaS) aus Anwendersicht veröffentlicht.

Der von Mitgliedern der BME-Arbeitsgruppe „IT-Outsourcing“ ausgearbeitete Mustervertrag erleichtert insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen den Einstieg in die Welt der cloudbasierten Softwaredienste, die in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen haben. Bei vielen Großkonzernen ist es laut BME bereits bekannt, dass sich durch den Einsatz solcher Leistungen nicht nur Kosten sparen lassen, sondern gleichzeitig auch ein Mehr an Flexibilität gewonnen wird.

Dabei spielen Ängste in den Köpfen der Entscheider immer noch eine große Rolle. Fragen werden nach der Sicherheit der ausgetauschten Informationen gestellt, aber auch bezüglich der schwierigen Geschäftsbeziehungen: Das Vertragsverhältnis ist oft nicht detailliert genug ausgearbeitet, um im Falle eines Problems schnell rechtliche Klarheit zu schaffen. Im Rahmen des BME-Arbeitskreises „IT-Outsourcing“ ist deshalb dieser Vorschlag für eine Rahmenvereinbarung entstanden, der den Unternehmen als Richtschnur dient, an die Bedürfnisse der jeweiligen Branche und des jeweiligen Unternehmens aber noch anzupassen ist.

Teilweise weicht das Vertragsmuster vom gesetzlichen Leitbild ab, wenn es etwa zu Gunsten des Anbieters eine Haftungsbegrenzung, im Gegenzug verbindliche (vertragsstrafenbewehrte) Service Levels vorsieht. Daher sollten Anwenderunternehmen stets analysieren, ob dieses Muster die Rahmenbedingungen der konkreten Leistungsbeziehung genau wiedergibt. Gegebenenfalls müssen Vertragsklauseln angepasst oder individuell ausgehandelt werden. Gleiches gilt beispielsweise für die vorgeschlagenen Service Levels – wesentlich ist, dass diese messbar sind.

„Software as a Service” (SaaS) bezeichnet eine auf einer Cloud-Infrastruktur ausgeführte Anwendung, auf die üblicherweise über eine Internetverbindung remote zugegriffen wird. Der Nutzer kann von verschiedenen Endgeräten darauf zugreifen, ohne dass die Software dort installiert und die Server-Infrastruktur vor Ort betrieben wird. Für den Zugriff bedarf es lediglich der Installation einer Client-Software – zumeist ist schon ein Internet-Browser dafür ausreichend.

Den Mustervertrag gibt es hier zum Download.

www.bme.de

Verwandte Themen
Der überwiegende Teil der Befragten ist mit der Ausstattung des Arbeitsplatzes zufrieden, so das Ergebnis der aktuellen IBA-Studie.
Die Deutschen auf dem Weg zum Wohlfühlbüro weiter
Laut des ITK-Benchmarks von techconsult und Cancom Pironet werden die Ausgaben für Security as a Service (SecaaS) innerhalb von vier Jahren (2016 bis 2918) um 60 Prozent steigen.
Unternehmen investieren verstärkt in IT-Security weiter
Die höchste Relevanz für den Einsatz von ECM-Lösungen haben für den Mittelstand die Themen IT- und Datensicherheit, Connectivity und Usability. Quelle: Bitkom Research
Mittelstand will Papier aus seinen Büros verbannen weiter
Stefan Kokkes hat die neu geschaffene Position des Head of International Marketing beim Industrieverband Büro und Arbeitswelt (IBA) übernommen.
Stefan Kokkes soll IBA auf internationalen Kurs bringen weiter
Nur 43 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über Notfallmanagement das festlegt, was bei einem Cyberangriff zu tun ist. Foto: Thinkstock/iStock/scyther5
Unternehmen sind nicht ausreichend auf Cyberangiffe vorbereitet weiter
Die Ablösung des Standards BS OHSAS 18001 durch die internationale Norm ISO 45001 für Arbeitsschutz wird laut TÜV Rheinland voraussichtlich erst im März 2018 erfolgen. Bild: TÜV Rheinland
Neue internationale Norm für Arbeitsschutz ISO 45001 kommt weiter