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Von links: Horst Wiedmann, BME-Vorstandsvorsitzender; Simon Brandt, Projektleiter Internal Business Partner Platform der Robert Bosch GmbH; Jaroslav Moravek, Leiter Einkauf in den Regionen der Robert Bosch GmbH; Jörg Mimmel, Executive Vice President Globa
Von links: Horst Wiedmann, BME-Vorstandsvorsitzender; Simon Brandt, Projektleiter Internal Business Partner Platform der Robert Bosch GmbH; Jaroslav Moravek, Leiter Einkauf in den Regionen der Robert Bosch GmbH; Jörg Mimmel, Executive Vice President Global Purchasing der Robert Bosch GmbH; Dr. Christoph Feldmann, BME-Hauptgeschäftsführer. Foto: Ingo Schwarz/BME e.V.

Neuausrichtung des indirekten Einkaufs: Bosch gewinnt den BME-Innovationspreis 2016

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) hat die Robert Bosch GmbH mit dem BME-Innovationspreis 2016 ausgezeichnet.

Die Preisverleihung fand während der Abendveranstaltung des 51. BME-Symposiums Einkauf und Logistik in Berlin statt. Auf Europas größtem Kongress für Einkauf, Logistik und Supply Chain Management diskutieren noch bis zum 11. November mehr als 2000 Experten über aktuelle und künftige Beschaffungsstrategien.

Bosch erhält die Auszeichnung für die umfassende Neuausrichtung des Indirekten Einkaufs. Der Bereich ist zuständig für alle Dienstleistungen, Investitionsgüter sowie nicht unmittelbar in Erzeugnissen verbauten Materialien und Komponenten des Unternehmens.

Bosch ist es durch einen innovativen Veränderungsprozess gelungen, globale Bedarfe in den Materialfeldern stärker zu bündeln, Beschaffungsprozesse weltweit zu standardisieren und die Kompetenzen der Mitarbeiter weiter zu stärken. Dadurch möchte das Unternehmen Märkte noch intensiver bearbeiten, wettbewerbsintensive Vergabemethoden breiter anwenden und seine Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken.

Globale Steuerung, regionale Präsenz und integrierte IT-Lösungen

Im Zuge der Neuausrichtung des Indirekten Einkaufs hat Bosch die weltweit 230 Einkaufsabteilungen organisatorisch zusammengeführt. Alle 1100 Mitarbeiter des Bereichs werden fortan zentral gesteuert. Dies hat den Vorteil, in den Regionen präsent zu sein und gleichzeitig die weltweite Materialfeldstrategie zu stärken.

Denn nur eine globale Matrix-Organisation mit weltweiter Materialfeldsteuerung und regionalen Einkaufseinheiten sichert langfristig eine optimale Versorgung der Bosch-Standorte. Zudem konnten administrative Tätigkeiten zugunsten von strategischen Aufgaben deutlich reduziert und die Gesamtkosten der Einkaufsorganisation gesenkt werden.

Tragendes Element der Effizienzsteigerungen sowie der globalen Zusammenarbeit sind integrierte IT-Lösungen, die das Unternehmen implementierte. So leitet beispielweise ein vereinfachtes Bestellanforderungssystem die Anwender durch abgestufte Beschaffungskanäle und bietet benutzerfreundlichen Zugang zu den Sortimenten aller Warengruppen.

Um einen durchgängigen Procure-to-Pay-Prozess zu etablieren, hat das Unternehmen die zentrale Finanz­buchhaltung in die Prozess- und IT-Integration eingebunden. Bosch möchte damit in der Beschaffung frühzeitig den Trend der Digitalisierung vorantreiben und wichtige Potenziale eines Einkauf 4.0 erschließen.

www.bme.de  

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