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BAuA untersucht Arbeitsbedingungen

15 000 Bochumer zwischen 18 und 65 Jahren bekommen in den nächsten Wochen einen 25-seitigen Fragebogen zu den Arbeitsbedingungen und ihrer Gesundheit von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zugeschickt.

Erstmals nimmt die anonyme Umfrage nicht nur die körperlichen Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Fokus. Die Arbeitsmediziner vom BAuA-Standort Berlin fragen zusätzlich auch, wie sich Unternehmensabläufe und die verschärfte Lage am Arbeitsmarkt auf die Menschen auswirken.

Die Umfrage in Bochum ist Teil eines seit über sechs Jahren laufenden internationalen Projekts mit Projektpartnern aus den USA, Asien, Europa und Australien. Ziel ist es, den weltweit etablierten Fragenbogen „Job Content Questionnaire“ (JCQ) zu erweitern. Kern des JCQ ist das so genannte „Demand-Control Modell“, das von Professor Robert Karasek von der University of Massachusetts at Lowell in den USA entwickelt wurde. Es liefert Erklärungsmuster für Zusammenhänge zwischen Arbeitsbedingungen auf der einen Seite und der Gesundheit der Beschäftigten auf der anderen Seite.

Das ursprüngliche Erklärungsmodell wurde in den 70er und 80er Jahren entwickelt. Seit einigen Jahren diskutieren Arbeitswissenschaftler weltweit, wie weit die bisherigen theoretischen Konzepte und daraus resultierende Modelle auch noch für die heutige Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten Gültigkeit haben. So werden im JCQ-Projekt neue Aspekte der Arbeitswelt vor dem Hintergrund veränderter gesellschaftlicher Arbeitsbedingungen erhoben, um deren Zusammenhänge zur Gesundheit aufzuzeigen.

www.baua.de

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