C.ebra

„Unsterbliche“ Schreibgeräte

Mit hochmodernen Maschinen stellt Edding seit 1992 im sächsischen Bautzen Filz- und Faserschreiber her. Die knapp 90 Beschäftigten der Konzerntochter V.D. Ledermann & Co. GmbH produzieren rund 70 Millionen Edding-Produkte im Jahr.

Damit das so bleibt, tüfteln die Produktentwickler ständig an noch besseren Tinten, Gehäusen, Kunststoffmischungen und Tintenleitsystemen für Marker und Schreibgeräte. Ganz wichtig dabei sind Innovation und hohe Produktivität, um konkurrenzfähig zu bleiben. All dies geschieht beim Edding-Konzern immer im Einklang mit der Umwelt. Nachhaltiges, umweltverträgliches Wirtschaften ist dabei oberstes Gebot. Ziel ist es, Emissionen zu vermeiden bzw. zu reduzieren und natürliche Ressourcen zu schonen.

Ein Beispiel dafür ist die Nutzung der Sonnenenergie bei der V.D. Ledermann & Co. GmbH. Mit einer Photovoltaikanlage erzeugen rund tausend Solarmodule mit einer Fläche von 7000 Quadratmetern und einer Gesamtleistung von 200 Kilowatt-Peak (kWp) seit 2009 auf dem Dach der Gesellschaft umweltfreundlichen Strom aus Sonnenenergie. Die neue, emissionsfrei arbeitende Anlage produziert pro Jahr rund 160 000 Kilowatt-Stunden Solarstrom und verhindert jährlich die Entstehung von rund 142 000 kg CO2 aus konventioneller Stromerzeugung.

Im Bautzener Edding-Gebäude, das mit einer Solaranlage ausgestattet ist, werden auch die nachfüllbaren Marker der „EcoLine“-Serie produziert.
Im Bautzener Edding-Gebäude, das mit einer Solaranlage ausgestattet ist, werden auch die nachfüllbaren Marker der „EcoLine“-Serie produziert.

Durch moderne Spritzgussverfahren in der Produktion werden Produktionsreste eingemahlen und wiederverwertet. Durch den Einsatz modernster elektrischer Spritzgießmaschinen konnte der Energiebedarf trotz stetig steigender Produktionskapazitäten erheblich reduziert werden. Zudem konnte durch den Einsatz einer sensorgesteuerten Lichtanlage in der Produktionshalle sowie durch ein innovatives Kühlungssystem mit Wärmerückgewinnung der Stromverbrauch erheblich gesenkt werden.

Seit 2008 werden die innovativen Produkte der „EcoLine“-Serie in Bautzen produziert. Dabei handelt es sich zum einen um zwei Permanentmarker und zwei Boardmarker, deren Kunststoffteile insgesamt zu mindestens 90 Prozent aus recyceltem Material bestehen. Ebenfalls zur Serie zählt ein Highlighter, dessen Gehäuseteile zu mindestens 70 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Alle übrigen Komponenten bestehen aus recycelten Materialien. Für diese Serie wurden auch Tinten entwickelt, die auf natürlichen Rohstoffen basieren. Bereits seit Jahren enthalten die Edding-Marker und Schreibgeräte sanfte Lösungsmittel und sind in vielen Fällen nachfüllbar oder haben austauschbare Spitzen, so die Info. Für Kinderprodukte wurden auswaschbare und auf Lebensmittelfarbstoffen basierende Tinten im sächsischen Edding-Werk entwickelt und in der Produktion eingesetzt.

www.edding.com

Edding-Vorstand Per Ledermann
Edding-Vorstand Per Ledermann

Nachgefragt bei Per Ledermann:

Edding hat im ersten Quartal des Jahres im Segment Schreiben und Markieren zweistellig zugelegt. Einer der Gründe dafür soll der Erfolg der „EcoLine“-Produkte sein. Warum sind diese Produkte so erfolgreich und überzeugend für die Anwender?

Es ist tatsächlich so, dass der Absatz der „EcoLine“ über die vergangenen Jahre kontinuierlich gestiegen ist. Im vergangenen Jahr hat er sich im Vergleich zu 2009 sogar verdoppelt und dieser Trend ist auch im ersten Quartal 2011 ungebrochen. In Deutschland spüren wir das ganz besonders im gewerblichen Bereich. Da führt das Thema Nachhaltigkeit zum Beispiel bei Behörden, karitativen Einrichtungen, Banken, Versicherungen und großen Konzernzentralen inzwischen nachweislich zu veränderten Ausschreibungen und Listungen.

Der Erfolg hat sicherlich zwei Gründe. Zum einen natürlich die Produkte selbst. Wir glauben nämlich nicht, dass es sich bei dem Umweltgedanken nur um einen kurzlebigen Trend handelt, sondern dass viele Endverwender erkannt haben, dass gewisse Ressourcen nicht endlos zur Verfügung stehen und dass ökologisch erzeugte Produkte die bessere Alternative sind, um auch zukünftigen Generationen ein Leben auf diesem Planeten zu ermöglichen. Und wenn der Preis sich zusätzlich nicht übertrieben von vergleichbaren Produkten unterscheidet, sind die Endverbraucher zunehmend bereit, diesen auch zu bezahlen. Ein weiterer Aspekt ist sicherlich auch unsere gelebte Firmenphilosophie in puncto Nachhaltigkeit. Wir leben den Umweltschutz auch tagtäglich bei uns im Büro – nicht umsonst sind wir gerade mit dem Energy Masters Award für unsere Aktivitäten zur Drosselung des Energieverbrauchs ausgezeichnet worden. Dies ergibt ein stimmiges Bild und das überzeugt eben auch die Endverbraucher.

In einem Interview im Focus vom April dieses Jahres haben Sie gesagt, dass die Deutschen keine Freunde von nachfüllbaren Stiften seien, Edding aber nachfüllbare Produkte schon immer anbiete. Besteht der Trend, gibt es Veränderungen und was tut Edding, um die Akzeptanz dieser Produkte auch bei deutschen Verbrauchern zu erhöhen?

Die deutschen Verbraucher tun sich da leider immer noch etwas schwerer. Daher freuen wir uns natürlich besonders über Märkte wie die Türkei und Lateinamerika, weil wir hier unsere größten Umsätze mit Nachfülltinten machen. Aber es besteht nach wie vor unser großer Wunsch, dass neben der „EcoLine“ auch das Thema Nachfüllen mehr im Vordergrund steht, schließlich ist die effektivste Müllreduzierung die gänzliche Müllvermeidung. Wer unsere Produkte nachfüllt, kann sich quasi ein „unsterbliches“ Schreibgerät zulegen. Regelmäßig reden wir dazu mit den Händlern und beraten sie, damit sie diese Thematik mehr in den Vordergrund rücken. Der Vorteil für den Anwender liegt dabei klar auf der Hand: Es bietet, abgesehen von der Umweltfreundlichkeit, auch ökonomische Vorteile, da Nachfüllen günstiger ist als ein neues Produkt zu kaufen.

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