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Design im Büro

Im „Award-Geschäft“ um die Gunst, die besten Produkt- und Kommunikationsdesigns zu küren, wetteifern neben dem rein privatwirtschaftlich organisierten „Red Dot“ in Essen, auch das mit der Deutschen Messe AG in Hannover verbundene „iF International Forum Design“ sowie der erst 2012 ins Leben gerufene „German Design Award“ des Rates für Formgebung, der bis dahin im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland vergab.

Das Design eines Produktes kann ein maßgebliches Kriterium für die Kaufentscheidung sein und ist zudem oft weit mehr als ein schönes Äußeres, das wissen Hersteller und Gestalter aus aller Welt. Sie entwerfen im Idealfall innovative Produkte, die die qualitätsbewussten Kunden mit Aspekten wie Funktionalität, Ergonomie und Langlebigkeit überzeugen. Doch für Unternehmen reicht es nicht aus, nur interne Gewissheit über die vorhandene Designqualität zu haben. Sich mit anderen messen und die eigenen Leistungen auf den Prüfstand stellen: Nur auf diese Weise erhält man eine qualifizierte Bewertung des eigenen Know-hows und kann sich weiterentwickeln.

Nach drei langen Tagen Jury-Session war sich das „Red Dot“-Expertenteam einig: Die besten Produkte für 2014 standen fest. Am diesjährigen Wettbewerb hatte eine Rekordzahl an Gestaltern und Unternehmen aus aller Welt teilgenommen. Mit 4815 Anmeldungen verzeichnet der „Red Dot Award: Product Design“ die höchste Zahl in seiner Geschichte und verbucht gleichzeitig einige neue Teilnehmerländer. Um der diesjährigen Produktmenge und -vielfalt fachgerecht begegnen zu können, wurde die internationale „Red Dot“-Jury vergrößert und ging mit 40 Designprofis aus 25 Nationen in die Bewertung. 72 mal wurde dabei der höchste Award des Wettbewerbs vergeben – der „Red Dot: Best of the Best“. Dieser gilt als Ritterschlag in der Designwelt, nur 1,5 Prozent aller Einreichungen erhielten 2014 diese Auszeichnung.

Die Jury bewertete unter anderem nach Funktionalität, Innovationsgrad, formaler Qualität und ökologischer Verträglichkeit. 2014 vergab das Expertengremium 1120 mal den „Red Dot“ für hervorragendes Produktdesign und 123 mal die „Honourable Mention“ als Würdigung besonders gelungener Detaillösungen. Somit wurden 27,3 Prozent aller Einreichungen mit einer Auszeichnung geehrt, 3500 Anmeldungen gingen leer aus. Dabei fungiert das „Red Dot“-Label als Marketingtool für die Preisträger, das durch die wettbewerbseigenen Instrumente eine große Reichweite generiert, und so auch seine Interessenten auf Konsumentenseite erreicht: zum Beispiel mit der Präsenz der Preisträger im „Red Dot Design“-Yearbook, in der „Red Dot“-App oder in den Ausstellungen der „Red Dot Design“-Museen.

Der „iF Product Design Award“ bildet seit über 60 Jahren ein weltweit anerkanntes Markenzeichen für herausragendes Design. In diesem Jahr hat die „iF“-Jury in der Kategorie Produktdesign über 3200 internationale Einreichungen bewertet und analysiert. Kriterien für die Einschätzung waren unter anderem der Innovationsgrad, die Funktionalität, die Qualität des Designs, das Material, die Ergonomie und die Umweltverträglichkeit der Produkte. Neben dem Produktdesign wird der „iF Design Award“ auch in den Bereichen Kommunikations- und Verpackungsdesign verliehen. 2014 sind die ausgezeichneten Wettbewerbsbeiträge der drei „iF Design Awards“ zudem erstmals in der „iF Design Exhibition“ in Hamburg zu sehen.

Als Wettbewerb der Wirtschaft für die Wirtschaft, der die hohe Designkompetenz der Teilnehmer unterstreicht, genießt der „German Design Award“ hohes Ansehen in der Öffentlichkeit. Dafür sorgt auch das Renommee seines Auslobers, des Rates für Formgebung, der seit 60 Jahren das deutsche Designgeschehen repräsentiert und die Wirtschaft in Designfragen unterstützt. Aus über 1900 Einreichungen wählte der Rat für Formgebung den „German Design Award 2014“ aus. In zehn Wettbewerbs-Kategorien zeichnete das hochkarätig besetzte Gremium insgesamt hundert Spitzenleistungen aus den Bereichen Produkt – und Kommunikationsdesign aus. Um der hohen Zahl der Wettbewerbsbeiträge gerecht zu werden, vergab die 30-köpfige Jury insgesamt zehn „Gold“-Auszeichnungen sowie 90 Mal das Prädikat „Winner“. Weitere Arbeiten wurden mit der Ehrung „Special Mention“ bedacht.

de.red-dot.org; www.ifdesign.de; www.german-design-council.de

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