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Zuallererst wird aufgeräumt

Bei der Betreuung seiner gewerblichen Kunden setzt der Bürofachhändler Kaechelen auf ein ganzheitliches Konzept inklusive Arbeitsplatzorganisation und Angebote zur Gesundheitsvorsorge.

Für Geschäftsführer Dieter Hajo Kaechelen steht der ganzheitliche Aspekt im Fokus.
Für Geschäftsführer Dieter Hajo Kaechelen steht der ganzheitliche Aspekt im Fokus.

Die Carl Kaechelen GmbH ist seit 1873 im badischen Offenburg beheimatet und regional gut aufgestellt. Die Kundschaft des Traditionshauses zählt zum unternehmergeführten Mittelstand. Kaechelen versorgt seine gewerblichen Kunden mit Dienstleistungen und Produkten rund um die Arbeitswelt Büro wie Möbel, Maschinen, Technik und Büro- bzw. Verbrauchsmaterial. Soweit nichts Außergewöhnliches. Doch Geschäftsführer Dieter Hajo Kaechelen geht einen Schritt weiter und greift mit seinem Beratungsansatz auch die Arbeitswelt hinter Schreibtisch, Stuhl, PC und Drucker auf. „Und das Büro funktioniert“, so die Devise. Die ganzheitliche Betrachtung des Kundenunternehmens reicht von der Arbeitsablauforganisation bis hin zur Mitarbeitergesundheit inklusive Wellness-Angebot (durch Kooperationspartner) und schließt, so wie es nachhaltige Konzepte sollen, den Profit für den Kunden mit ein. „Denn zufriedene Mitarbeiter arbeiten lieber und besser“, erzählt Kaechelen, der die positive motivierende Wirkung auch im eigenen Unternehmen bei seinen Mitarbeitern spürt.

Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen werde im Bereich Mitarbeitergesundheit häufig falsch investiert, beobachtet der Dienstleister. Oft werde an eine Arbeitsplatzumgestaltung erst nach dem langen krankheitsbedingten Mitarbeiterausfall gedacht, eine Vorsorge hätte möglicherweise den Ausfall sogar verhindert. Aber bei allem, was sich Unternehmen an Umgestaltungen vornehmen, dem Chef kommt immer eine Vorbildfunktion zu, „denn was der Chef nicht vormacht, macht keiner mit“. Die Situation in den Unternehmen sei häufig ähnlich: Der Einkäufer kaufe die Möbel und Ausstattung, aber kaum einer frage die Anwender. Dass das unter Umständen am gewünschten Ergebnis vorbeizielt, ist nachvollziehbar. So bietet Kaechelen teilweise auch erst einmal nur seine Beratungs-Dienstleistung an, um Vorschläge für eine Umgestaltung der Arbeitsorganisation zu machen. Um seinen ganzheitlichen Ansatz zu erfüllen, arbeitet der Bürofachhändler mit verschiedenen Partnern zusammen, für den Wellness- und medizinischen Bereich zum Beispiel mit dem Gesundheitszentrum „Top-Life“, aber auch in den Bereichen Büromanagement oder Lerncoaching gibt es kompetente Partner.

Erkennen Sie Ihre schlechte Sitzhaltung wieder (Bild 1)? Bild 2 zeigt die ergonomisch korrekte Sitzhaltung am modernen PC-Arbeitsplatz, der über einen höhenverstellbaren Schreibtisch verfügt. Die Tastatur bzw. die Handballenablage schließt mit der Schreib
Erkennen Sie Ihre schlechte Sitzhaltung wieder (Bild 1)? Bild 2 zeigt die ergonomisch korrekte Sitzhaltung am modernen PC-Arbeitsplatz, der über einen höhenverstellbaren Schreibtisch verfügt. Die Tastatur bzw. die Handballenablage schließt mit der Schreibtischkante ab, das Ergo-Tableau zwischen Tastatur und Monitor schont den Nacken. Eine Fußstütze (Bild 3) wirkt dem Hohlkreuz entgegen.

Zuerst kommt eine Organisations-Expertin und macht den Schreibtisch des Mitarbeiters frei. „Volltischler haben keine Chance“, meint Kaechelen. Erst dann könne die Arbeitsplatzorganisation hinter Tisch und Co. einsetzen. „Wir arbeiten nicht mehr alleine heutzutage, ein Schreibtisch ist nur dann richtig organisiert, wenn andere auf das System zugreifen können. Und auch der Trend zur elektronischen Archivierung stößt bei Volltischlern an seine Grenzen, denn was in „Papierform nicht geht, geht digital schon gar nicht“, sagt Kaechelen. Und er beschreibt auch eine psychologische Komponente, an der man nicht so leicht vorbeikommt. „Irgendwann versaufen Sie in der Registratur“, meint er. Das könne im schlimmsten Fall bis zum Burnout führen: „Hilfe, der Berg will was von mir!“

Mustergültig: der Musterarbeitsplatz geht auf Reisen

Der transportable Musterarbeitsplatz wird den Kunden testweise zur Verfügung gestellt.
Der transportable Musterarbeitsplatz wird den Kunden testweise zur Verfügung gestellt.

Als Beispiel für eine effiziente und gesundheitsfördernde Arbeitsplatzgestaltung hat der Bürofachhändler gemeinsam mit „Top-Life“ einen Musterarbeitsplatz erstellt, den er testweise gerne seinen Kunden überlässt und auf Büro- und Gesundheitsmessen vorstellt. „Zum Ausprobieren, die Leute merken den Unterschied schnell“. Thema Sitzhaltung: Besonders schädlich ist das verkrampfte Sitzen in einer starren Position. Mit einer Ergomaus wird beim Kunden das Bewusstsein für die richtige Sitzposition vermittelt. Meistens säßen die Leute auf den ersten 10 bis 15 Zentimeter eines Stuhles, der häufig nicht einmal höhenverstellbare Armlehnen habe – die Sitzhaltung führt automatisch zum Rundrücken, Muskelverspannungen sind die Folge. Ein höhenverstellbarer Tisch, Fußstütze und ein Ergo-Tableau das zwischen Monitor und Tastatur positioniert wird, gehören zur Grundausstattung. Ergonomische Handballenauflagen für Maus und Tastatur ergänzen die Ausstattung. Spezielle Pivot-Monitore mit Blendschutzfilter und drahtlose Telefonheadsets komplettieren den Musterarbeitsplatz.

www.kaechelen.de

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