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Nachhaltig ausschreiben

Wer Büropapier wirklich nachhaltig ausschreiben will, muss sich nicht auf Recyclingpapier beschränken, so der Papierhändler Antalis. Neben dem etablierten Blauen Engel gibt es eine Vielzahl umweltfreundlicher Alternativen.

Blauer Engel. FSC. PEFC. EU-Blume. Nordic Swan. Die Vielfalt an Umweltzeichen ist schwer zu durchschauen. Viele kommunale Beschaffungsstellen beschränken sich daher in ihren Ausschreibungen weiterhin auf den Blauen Engel, der klaren Empfehlung des Umweltbundesamtes.

Zweifelsohne ist es das umfassendste Umweltzeichen in Deutschland. Nach seinen Vergaberichtlinien müssen grafische Recyclingpapiere zu 100 Prozent aus Altpapier bestehen. Mindestens 65 Prozent davon müssen aus unteren und mittleren Altpapiersorten entstammen, zum Beispiel Illustrierte und Zeitschriften. Zusätzlich definiert der Blaue Engel strenge Anforderungen an den Einsatz chemischer Substanzen, den Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie die Gebrauchstauglichkeit.

Der Blaue Engel ist in Deutschland seit 1978 erhältlich und für die meisten das Umweltzeichen schlechthin. Dabei sind in jüngerer Zeit eine Reihe von Zertifizierungen hinzugekommen, die noch nicht so einen hohen Bekanntheitsgrad besitzen, aber wichtige Nachhaltigkeitskriterien aufgreifen.

FSC und PEFC

Ursprünglich war das Konzept der Nachhaltigkeit rein ökologisch und auf die Erhaltung der regenerativen Kräfte des Ökosystems ausgerichtet. Mittlerweile hat Nachhaltigkeit auch eine starke ökonomische und soziale Komponente. So gilt es, eine dauerhafte Grundlage für Erwerb und Wohlstand zu schaffen und eine auf Dauer lebenswerte und zukunftsfähige Gesellschaft zu sichern.

Einen solch umfassenden Nachhaltigkeitsanspruch erfüllen bereits Papiere mit der Auszeichnung „Forest Stewardship Council“ (FSC) und dem „Programme for Endorsement of Forest Certification Schemes“ (PEFC). Der FSC stellt international gültige Prinzipien und Kriterien für eine Waldbewirtschaftung auf, die nicht nur umweltgerecht und gesundheitlich unbedenklich sind, sondern ebenso sozialverträglich. Wichtige Aspekte sind unter anderem Landnutzungsrechte, Rechte indigener Völker sowie die Erhaltung von Wäldern mit hohen Schutzwerten. Das PEFC-Siegel dient den gleichen Kriterien und kennzeichnet Holz aus regionaler und nachhaltiger Waldwirtschaft. Aufgrund seiner hohen Glaubwürdigkeit durch eine breite Trägerschaft, unter anderem sind hier die wichtigsten Umweltverbände vertreten, hat der FSC international eine Vorreiterrolle.

EU-Blume

Ebenfalls international renommiert ist die EU-Blume, das offizielle Umweltzeichen der Europäischen Union. Die EU-Blume betrachtet umfassender als die meisten Zertifizierungen alle Auswirkungen eines Produkts auf die Umwelt – von der Ernte der Rohstoffe bis hin zur Entsorgung. Als Rohstoffe dürfen nur zertifizierte Frischfasern oder Recyclingfasern eingesetzt werden. Beim Einsatz von Frischfasern müssen zehn Prozent FSC- oder PEFC-zertifiziert sein, alle übrigen aus nachweislich nachhaltiger Forstwirtschaft. Ein Papier beispielsweise mit der Kombination aus FSC-Recycling und EU-Blume ist vor diesem Hintergrund eine interessante Alternative zu Papier mit dem Blauen Engel. Es erfüllt die anspruchsvollen Nachhaltigkeitsvorgaben kommunaler Beschaffungserlasse und könnte bei entsprechend formulierter Ausschreibung ebenfalls zum Zuge kommen.

Nachhaltig einkaufen, heißt an die Zukunft denken.
Nachhaltig einkaufen, heißt an die Zukunft denken.

Ungeachtet des Bestrebens nach dem Einsatz von reinem Altpapier, müssen jedoch weiterhin „frische“ Papierfasern in den Kreislauf gelangen. Eine Faser lässt sich durchschnittlich sechs- bis siebenmal recyceln, bevor sie für die weitere Verwendung unbrauchbar wird. Werden diesem Kreislauf keine nutzbaren Fasern zugeführt, würde der globale Recyclingkreislauf innerhalb von sechs bis zwölf Monaten zusammenbrechen. Die Forderung nach Papier aus 100 Prozent Altpapier ist vorbildlich, die ausschließliche Nutzung von hundertprozentigem Altpapier aber nicht umsetzbar. Zur Erhaltung des nachhaltigen Papierkreislaufs ist daher der Einsatz mit FSC, PEFC und der EU-Blume zertifizierten Frischfaser-Papieren ein guter Weg.

Einen guten Überblick über die wichtigsten Zertifizierungen für Umweltpapiere liefert auch die Umweltbroschüre von Antalis. Sie kann kostenlos unter info@antalis.de per E-Mail bestellt werden. Das Unternehmen stellt sich als Europas größter Papierhändler konsequent den Anforderungen der öffentlichen Verwaltung und ist mit seinem Papierangebot und Einsatz in unterschiedlichen Umweltinitiativen eine Antriebskraft für den umweltgerechten Papiereinsatz.

Nachhaltiger Papiereinsatz bedeutet für Antalis jedoch nicht allein die Bereitstellung des größtmöglichen Angebots an Umweltpapieren, sondern eine ebenso umweltgerechte Logistik. Das Unternehmen verfügt über ein wegweisendes Logistiksystem und berät seine Kunden zur Optimierung von Bestellprozessen und zu Warenwirtschaftsfragen. So lässt sich gerade im kommunalen Bereich die Anzahl der Papiertransporte und damit der Ausstoß von CO2 spürbar reduzieren.

www.antalis.de

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