C.ebra

Kommunikation pur

Innovative Produkte, viele Infos und ein Forum zum Austausch bot die Frankfurter

Paperworld in diesem Jahr auch Entscheidern und Einkaufsverantwortlichen für den Bereich C-Artikel aus Unternehmen und der öffentlichen Hand.

Die Frequenz im BME-Einkäufertreff sei besser als im Vorjahr gewesen, kommentiert Dr. Fritjof Kilp vom Bundesverband Materialwirtschaft Einkauf und Logistik (BME) e.V. Mit dabei waren unter anderem Einkäufer von Dax-notierten Unternehmen wie BASF oder RWE. Der Einkäufertag des BME mit acht Fachvorträgen bot einen interessanten Mix aus Einkaufspraxis und Strategie.

„Eine gelungene Kombination“, bewerten auch die Fachzeitschriften BusinessPartner PBS und C.ebra das Ergebnis der erstmaligen Kooperation mit dem BME zum Einkäufertag auf der Paperworld. In der momentanen wirtschaftlichen Situation sei der Kostendruck besonders hoch, fasst Kilp das Einkäuferverhalten zusammen. „Man sucht auch im Bereich der C-Artikel nach Optimierungsmöglichkeiten“, beschreibt der Experte. Daher stieß beim Einkäufertag das Thema „Benchmarking“, referiert von Volkmar Klein, BME, auf besonderes Interesse. Ebenfalls gut besucht war der Vortrag zum Thema „Preisfindung im Umfeld der Beschaffung von C-Gütern“ von Karl Czech, Konzerneinkauf RWE Systems. Dass auch „Green Procurement” immer noch im Fokus der Einkaufsabteilungen steht, bewies der starke Zulauf zum Vortrag „Nachhaltigkeit und Low-Emission-Papiere“ von Frank Springob, Deutsche Papier. Für Diskussionsstoff sorgte auf der Branchenmesse vor allem das Thema Preis.

„Massive Preiserhöhungen von Herstellerseite im vergangenen Jahr haben die Kauflust auf der Endkundenseite nicht verstärkt. Im (...) Geschäft mit gewerblichen Endkunden, sind die Margen so ausgereizt, dass der Handel nicht umhin kommt, die gestiegenen Einkaufspreise ungemildert durchzureichen“, brachte es Ulf Ohlmer, BBW-Präsident und Geschäftsführer des Fachhandelsunternehmens Kassebeer in Northeim, auf der Pressekonferenz des Bundesverbandes für Bürowirtschaft auf den Punkt.

Diese Problematik verdeutlichte sich auch auf der vom BME und BusinessPartner PBS/C.ebra organisierten Podiumsdiskussion im PBS Forum. Unter dem Oberthema „Geiz-ist-Geil, Made in Germany, Konjunkturkrise – Wo geht die Reise hin?“ diskutierten Karl Czech (Konzerneinkauf/Katalogeinkauf bei RWE Systems), Marten Wittler (Leiter Großkundengeschäft Office Depot Deutschland), Peter Oberländer vom Fachhandelsunter- nehmen EDV & Bürodienst Matthes, Büroring-Vorstand Carsten Marckmann und Staedtler Deutschland-Geschäftsführer Peter Friedrich über die Bedeutung des Faktors Preis bei der Lieferantenbewertung sowie die Durchsetzbarkeit von Preiserhöhungen. Tenor: Die herstellerseits aufgrund der sich verteuernden Rohstoffe erhöhten Preise wurden an den Handel weitergegeben.

Auch der Handel sieht sich nun gezwungen, die gestiegenen Kosten über höhere Preise zu decken. Machen die Kunden dabei mit, knickt der Handel ein oder muss die Industrie die Preise zurückziehen? Karl Czech, Procurementmanager bei REW Systems (80 000 Mitarbeiter), sieht die Lösung eher in einer weiteren Reduzierung der Prozesskosten. Seitens des Handels wird ein sich verändernder Artikel-Mix, einhergehend mit dem vermehrten Einsatz von Handelsmarken statt Markenprodukten, erwartet.

Nach der Preisverleihung zum „Branchengesicht des Jahres 2008“ an Margit Becker, Leitung Geschäftsbereich Einzelhandel der Einkaufskooperation Soennecken, beendete ein kommunikatives Get-together, zu dem der BME gemeinsam mit BusinessPartner PBS/C.ebra und der Messe Frankfurt geladen hatte, den Messetag. „Positive Resonanz, ein gefülltes Forum und ein lockeres Get-together zum Abschluss“, so das Resümee der Veranstalter.

www.bme.de, www.pbs-business.de, www.cebra.biz

Paperworld - Fakten

Nach Angaben der Messe Frankfurt reisten 2009 rund 44 000 Besucher (Vorjahr 60 000) aus 156 Ländern zur Paperworld nach Frankfurt. Sie trafen dort auf 2054 Aussteller (Vorjahr 2255) aus 60 Ländern. Die unsichere wirtschaftliche Situation im europäischen Ausland und in Übersee ist an der Paperworld 2009 nicht spurlos vorüber gegangen: Rund 54 Prozent der Besucher reisten aus dem Ausland an dem Main. Das sind sechs Prozent weniger als im vergangenen Jahr.

Gründe für den Besucherrückgang sind nach Angaben der Messe Frankfurt neben der konjunkturellen Lage auch die verkürzte Tagesfolge und die damit verbundene geringere Aufenthaltsdauer. Der eher schwachen internationalen Resonanz stand ein starker deutscher Facheinzelhandel gegenüber. Die Themen Nachhaltigkeit und Ökologie zogen sich wie ein roter Faden durch verschiedene Bereiche der Paperworld. Dabei wurden Produkte aus dem Bereich der Bürotechnik ebenso aus recycelten Materialien hergestellt wie Geschenkpapier, Servietten und Verpackungen. Tinten auf Wasserbasis oder auch Buntstifte aus nachwachsenden Hölzern mit FSC-Zertifikat sind ebenfalls feste Bestandteile der Sortimente.

Die Paperworld 2010 findet von Samstag, 30. Januar, bis Dienstag, 2. Februar, statt. www.paperworld.de

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