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IT-Sicherheit ernst nehmen

Auch für Behörden und Verwaltungen ist die digitale Datenspeicherung und

-sicherung von zentraler Bedeutung. Dies zeigte die 6. IT-Akademie in Mainz, die der IT-Ausstatter Rednet für Behörden und Bildungseinrichtungen veranstaltete.

„Die gängigen Sicherheitslösungen sind nicht immer ausreichend, um einem Datenverlust vorzubeugen“, erklärt Rednet-Vorstand Barbara Weitzel.
„Die gängigen Sicherheitslösungen sind nicht immer ausreichend, um einem Datenverlust vorzubeugen“, erklärt Rednet-Vorstand Barbara Weitzel.

Behörden müssen große Datenmengen speichern und sichern, „dennoch unterschätzen sie wie auch manche Unternehmen die Lücken bei ihrer IT-Sicherheit“, sagt Rednet-Vorstand Barbara Weitzel. Der Mainzer IT-Händler, der 2004 gegründet wurde, gehört mittlerweile zu den 50 größten Systemhäusern in Deutschland und hat sich vor allem auf die Themen IT-Infrastruktur und Speichervirtualisierung spezialisiert. Der Kundenstamm umfasst vor allem öffentliche Auftraggeber im gesamten Bundesgebiet. Als kompetenter Partner für Vertrieb, Logistik, Installation und Instandhaltung von IT unterstützt das Unternehmen seine Kunden durch Kooperationen mit namhaften IT-Herstellern bei der Optimierung ihrer EDV-Infrastruktur. Rednet stellt sämtliche Leistungen auch im Internet über den eigenen „Netshop“, ein Web-Beschaffungsportal für öffentliche Auftraggeber, bereit. Zu den Referenzkunden des IT-Händlers zählt unter anderem das Land Rheinland-Pfalz, dessen Behörden Rednet bis Ende 2012 mit PCs, Notebooks, Servern, Thin Clients und Druckern beliefert. Mit über 25 Millionen Euro Umsatz im Jahr 2009 ist Rednet heute einer der erfolgreichsten IT-Händler in der Rhein-Main-Region.

„Die gängigen Sicherheitslösungen sind nicht immer ausreichend, um einem Datenverlust vorzubeugen“, erklärt Rednet-Vorstand Barbara Weitzel im Rahmen der 6. IT-Akademie. So könnten Hacker über unverschlüsselte Netzwerke zu leicht an interne Informationen gelangen. Es sei dringend erforderlich, dass alle Komponenten eines Netzwerkes ein einheitlich hohes Sicherheitsniveau bieten. „Die große Resonanz auf die Veranstaltung zeigt aber auch, dass das Thema bei Behörden sehr ernst genommen wird“, so Weitzel.

Rund 50 IT-Entscheider kamen Ende September zur 6. IT-Akademie nach Mainz, um sich über das Thema IT-Sicherheit zu informieren.
Rund 50 IT-Entscheider kamen Ende September zur 6. IT-Akademie nach Mainz, um sich über das Thema IT-Sicherheit zu informieren.

Ein wichtiger Mosaikstein bei der Verfügbarkeit digitaler Daten kann die so genannte Virtualisierung mit I/O-Acceleration (Beschleunigung der Ein- und Ausgabe) sein. Markus Smieja vom Storage- und Backup-Spezialisten FalconStor sagt: „Wenn Applikationen viele I/Os anfordern, steigt das Gewicht des Subsystems, da solche Anforderungen mit einer größeren Anzahl von Festplatten förmlich erschlagen werden. Zugleich bedeuten mehr Festplatten höhere Anschaffungs- und Wartungskosten. Clevere Kombinationen aus Festplatten, SSD (Solid State Drive) und Virtualisierung können hier Abhilfe schaffen.“ Dies sei auch für Behörden interessant, käme hier aber noch zu selten zur Anwendung. Die IT-Akademie zeigte zudem, dass es neue Formen zur Datensicherung gibt, die noch zu selten von den IT-Verantwortlichen der öffentlichen Verwaltung berücksichtigt würden. Eine davon ist der Continuous Data Protector. Er zeichnet Veränderungen kontinuierlich auf. Dadurch werden auch die Daten verfügbar, die nach dem letzten Backup, aber noch vor dem nächsten Snapshot vorschnell gelöscht wurden.

Wie wichtig der Schutz von Netzwerken, E-Mail-Datenverkehr und des Internetzugriffs ist, betonte Pascal Teymurian vom IT-Security-Distributor Infinigate: „Ob Hacker, Viren oder Spam – die Bedrohungen aus dem Internet sind vielfältig. Schutz dagegen kann zum Beispiel eine Unified-Threat-Management-Appliance (UTMA) bieten, die alle Sicherheitsfunktionen in einem Gehäuse vereint.“ Zudem sei diese Lösung vergleichsweise kostengünstig und spare Zeit, da sie viele Aufgaben zusammenfasse.

„Auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen sind für uns ein Muss“, meint Andreas Kitzko, technischer Leiter beim IT-Dienstleister des Caritas-verbands Mainz.
„Auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen sind für uns ein Muss“, meint Andreas Kitzko, technischer Leiter beim IT-Dienstleister des Caritas-verbands Mainz.

Auch die Vertreter zahlreicher Institutionen, die die Veranstaltung in Mainz besuchten, nehmen das Thema IT-Sicherheit und Datenspeicherung ernst. Ein Beispiel hierfür ist Zack-Computer Mainz, eine Einrichtung des Caritasverbands Mainz, die deren Computerbereich unterstützt. „Bei der Caritas gibt es viele Einrichtungen, die über Netzwerke miteinander kommunizieren. Auf unsere Bedürfnisse zugeschnittene Lösungen im IT-Bereich sind daher für uns ein Muss“, sagte Andreas Kitzko, technischer Leiter bei Zack. Bei der Caritas gebe es viele Einrichtungen, die sensible Daten speichern müssten, etwa die Beratungszentren. „Die Akademie war eine gute Gelegenheit, schon heute Lösungen für die Datensicherheit von morgen kennen zu lernen und die nächsten Schritte zu planen, um das Sicherheitsniveau bei uns hoch zu halten“, so Kitzko.

Auch beim Römisch-Germanischen Museum Mainz spielt die Sicherheit und Speicherung von Daten eine große Rolle. „Das Museum verfügt über ein Fotoarchiv das mehrere Hunderttausend Bilder umfasst. Es wäre ein unermesslicher Schaden, wenn dieses Archiv durch eine mangelnde Datensicherung verloren ginge“, erklärte Volker Stegner, IT-Beauftragter des Museums. Zudem seien an das Museum auch wissenschaftliche Institute angeschlossen, die das Internet zum Informationsaustausch und zur Recherche benötigten. Auch hierfür sei Sicherheit das oberste Gebot. „Es war interessant zu sehen, welche IT-Lösungen die nähere Zukunft in diesem Feld bereit hält“, betonte Stegner.

„Die Akademie bot eine gute Gelegenheit praxisorientierte Lösungen kennen zu lernen“, so Joachim Müller vom Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz.
„Die Akademie bot eine gute Gelegenheit praxisorientierte Lösungen kennen zu lernen“, so Joachim Müller vom Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz.

Joachim Müller vom Statistischen Landesamt Rheinland-Pfalz mit Sitz in Bad Ems unterstrich, dass seine Behörde in besonderer Weise auf eine sichere Verwahrung von digitalen Daten angewiesen sei: „Wir haben rund 450 PC-Arbeitsplätze und 60 Server im Landesamt, von denen je rund ein Viertel jedes Jahr ausgetauscht werden. Damit bei diesem Vorgang keine Daten verloren gehen, halten wir uns bei den neuesten Entwicklungen zur Datensicherheit immer auf dem Laufenden.“ Besonders für die anvisierte Volkszählung im Jahr 2011 gelte es, alle digital erfassten Daten doppelt und dreifach abzusichern. „Die Akademie bot eine hervorragende Gelegenheit praxisorientierte Lösungen kennenzulernen, die es erst seit kurzem gibt oder die bald auf den Markt kommen“, so Müller.

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