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Immer weniger Papier im Einsatz

Gleich zwei Auszeichnungen konnten Fred Uwe Müller und Kerstin Beck, Referenten für Umweltschutz und Nachhaltigkeit, für die Telekom Deutschland GmbH beim Wettbewerb „Büro & Umwelt 2010“ in Empfang nehmen.

Das Dach des Telekom-Gebäudes in Darmstadt ist mit Sonnenkollektoren ausgestattet, die eine Leistung von 65 KwP haben.
Das Dach des Telekom-Gebäudes in Darmstadt ist mit Sonnenkollektoren ausgestattet, die eine Leistung von 65 KwP haben.

Die betrieblichen Umweltschutzaktivitäten der Telekom finden Anerkennung: Für den konsequenten Weg zum papierlosen, webbasierten und damit ressourcenschonenden Büro wurden beide Mitarbeiter vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e. V.) gleich doppelt ausgezeichnet. Beim Wettbewerb „Büro und Umwelt 2010“ erreichte die Telekom den ersten Platz in der Kategorie der Großunternehmen. Und auch in der Sonderkategorie „Konzepte für ein papierloses Büro“ konnte sich die Telekom über den ersten Platz in ihrer Kategorie freuen. Als eines der größten Telekommunikationsunternehmen sieht sich das Unternehmen in „einer ganz besonderen Verantwortung gegenüber Mensch und Natur“, heißt es im CR Bericht 2010. Ein umfassendes Umweltmanagementsystem (nach ISO 14001 zertifiziert) koordiniert und steuert dabei alle umweltrelevanten Aktivitäten des Unternehmens.

Umweltfreundlicher Arbeitsplatz

Energie sparen und gleichzeitig Kosten senken – eine wichtige Aufgabe für die Telekom Deutschland, auch an den Arbeitsplätzen der mehr als 100 000 Beschäftigten. Mit dem Projekt „E-Office“ (Efficient Office Equipment) können sowohl der Stromverbrauch als auch die Kosten für Büromaterialien gesenkt werden. Dies gelingt durch Berücksichtigung von ökologischen Kriterien im Einkauf und der besonderen Auswahl von Büromaterialien.

Über ein elektronisches Bestellsystem können die Mitarbeiter in Deutschland eine Auswahl von etwa 930 umweltfreundlichen Büroartikeln bestellen. „Diese können über die Eingabe des Stichwortes „umweltfreundlich“ in die Suchmaske abgerufen werden“, erklärt Fred Uwe Müller. Um über mögliche Einsparpotenziale zum Einsatz ökologischer Büromaterialen weiter zu sensibilisieren, bietet die Telekom darüber hinaus Online-Schulungen für ihre Sekretariate an.

Ressourcen sparen mit Multifunktionsgeräten

Umweltreferent Fred Uwe Müller hatte im eigenen Bereich keine Verwendung für die 100 000 Blatt Recyclingpapier, die die Telekom als Siegprämie beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“ erhalten hat. Das Kopierpapier wurde an den Bereich Group Facility Management we
Umweltreferent Fred Uwe Müller hatte im eigenen Bereich keine Verwendung für die 100 000 Blatt Recyclingpapier, die die Telekom als Siegprämie beim Wettbewerb „Büro & Umwelt“ erhalten hat. Das Kopierpapier wurde an den Bereich Group Facility Management weitergegeben mit der Maßgabe, es an Nutzer zu verteilen, die bislang eher als „Zweifler“ beim Einsatz von Recyclingpapier galten. Negative Rückmeldungen? Keine.

Insgesamt konnten im Jahr 2010 an den Standorten der Telekom in Deutschland 700 Tonnen Papier eingespart werden. Erreicht wurde dies unter anderem durch zentrale energieeffiziente Multifunktionsgeräte an über 100 Standorten, die im Rahmen des Projekts „Office Standardization“ die Arbeitsplatzdrucker ersetzen. 1050 umweltfreundliche Multifunktionsdrucker mit dem „Blauen Engel“ sind derzeit im Einsatz und sorgen dafür, dass deutschlandweit über eine Million KWh im Jahr an Strom eingespart werden.

Der Stromverbrauch muss gemäß der Einkaufsrichtlinie der Telekom unter 3W/h liegen. Ziel ist es, insgesamt über 6000 neue Geräte an weiteren Konzernstandorten zu installieren. Auch für Tinte und Toner gelten besondere Regeln. An Standalone-Arbeitsplätzen (zum Beispiel Heimarbeitsplatzausstattung) werden ausschließlich wiederbefüllte Tonerkartuschen und Tintenpatronen eingesetzt. Derzeit informiert sich der Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit über den möglichen Einsatz von sogenannten „Bio-Tonern“, die zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.

Verstärkter Einsatz von Recyclingpapier

Die Nutzung von Papier, das nicht aus Frischfasern, sondern aus Altpapier hergestellt wurde, schont die Umwelt spürbar. Beim Wasser- und Energieverbrauch liegen die Einsparungen von Recyclingpapier gegenüber Frischfaserpapier bei rund 60 Prozent, informiert das Unternehmen. Als Mitglied der Initiative „Pro Recyclingpapier“ beteiligt sich die Telekom Deutschland im Jahr der Wälder 2011 an der Kampagne „Jetzt umstellen“. Mit seinem Statement: „Unser Ziel ist es, soweit wie möglich auf den Papiereinsatz zu verzichten. Wo immer das nicht möglich ist, ist Recyclingpapier für die Deutsche Telekom ein wichtiger Hebel, um wertvolle und natürliche Ressourcen zu schonen und die Umweltbilanz nachhaltig zu schonen“, setzt Rene Obermann ein deutliches Signal für den Konzern. Bis zum Jahr 2012 soll der Einsatz von Recyclingpapier auf mindestens 80 Prozent erhöht werden. Das bedeutet für den Konzern: Jetzt umstellen auf Recyclingpapier ...

Das „papierlose Büro“

„Da es unser Ziel ist, soweit wie möglich auf den Einsatz von Papier zu verzichten, setzt die Telekom Deutschland auf die digitale Bearbeitung von Dokumenten und spart dabei erfolgreich Ressourcen“, erklärt Fred Uwe Müller stolz. Der Weg dahin wird von einer kontinuierlichen Senkung des Papierverbrauchs und einer kompletten Umstellung der noch verwendeten Papiere auf Recyclingpapier begleitet. Von 2009 auf 2010 konnte der Papierverbrauch der Telekom um 700 Tonnen reduziert werden. Diese Maßnahmen wurden durch Hinweise zum Nichtausdrucken von E-Mails in der Signatur unterstützt.

Die Highlights: Ein elektronisches Bestellsystem ermöglicht einen reibungs- und, papierlosen Bestellprozess. Im einem Dokumentenmanagementsystem sind verschiedenste Dokumente wie Arbeitspapiere, Formulare oder Vordrucke für jeden Mitarbeiter hinterlegt und bundesweit abrufbar. Ein Personalmanagement-Tool bietet die Möglichkeit alle personenbezogenen Prozesse selbständig zu bearbeiten und elektronisch zu übermitteln. Ein Travelmanagement-System bildet alle Prozessschritte einer Geschäftsreise ab, von der Reisebuchung bis zur Abrechnung.

Fred Uwe Müller misst auch dem Thema Telefon- und Webkonferenzen eine steigende Bedeutung bei. Die 774 000 Telefon- und Webkonferenzen im Jahr 2008 konnten in 2009 um 15 Prozent auf 890 000 gesteigert werden. Daraus resultiert eine Einsparung der CO2-Emissionen von 55 318 Tonnen.

www.telekom.com

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom ist mit rund 128 Millionen Mobilfunkkunden sowie 36 Millionen Festnetz- und fast 17 Millionen Breitbandanschlüssen eines der führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit (Stand 31. März 2011). Der Konzern bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und IPTV für Privatkunden sowie ICT-Lösungen für Groß- und Geschäftskunden. Die Deutsche Telekom ist in rund 50 Ländern vertreten und beschäftigt weltweit rund 244 000 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2010 erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 62,4 Milliarden Euro, davon wurde mehr als die Hälfte außerhalb Deutschlands erwirtschaftet (Stand 31. Dezember 2010).

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