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Kreativität am Arbeitsplatz: Gute Ideen braucht jeder

Gerade in Zeiten finanzieller Engpässe, sich verkürzender Produktlebenszyklen und globalen Wettbewerbs ist Kreativität am Arbeitsplatz gefragter denn je. Nur wie generieren Unternehmen neue Ideen?

Dr. Jens-Uwe Meyer ist Autor, Redner und Geschäftsführer von "Die Ideeologen", Leipzig.
Dr. Jens-Uwe Meyer ist Autor, Redner und Geschäftsführer von "Die Ideeologen", Leipzig.

"Ideen entstehen in erster Linie durch eine Abweichung von der Routine – beispielsweise dann, wenn Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen, die sonst nie zusammenarbeiten, gemeinsam über ein für sie neues Problem nachdenken", erklärt Dr. Jens-Uwe Meyer, Geschäftsführer der "Ideeologen – Gesellschaft für neue Ideen mbH" in Leipzig.

Um sicherzustellen, dass sich neue Ideen entwickeln können, ist die Etablierung einer Innovationskultur unabdingbar. In einer Innovationskultur werden nicht nur neue Ideen entwickelt, sondern es werden Voraussetzungen geschaffen, dass diese Ideen zu erfolgreichen Konzepten weiterentwickelt werden. Im Fokus sollte dabei die Rolle von Führungskräften stehen. Sie entscheiden maßgeblich darüber, ob Mitarbeiter für außergewöhnliche neue Ideen eher belohnt oder eher bestraft werden. Auch die Kommunikation ist ausschlaggebend. In Unternehmen, die Innovation erfolgreich umsetzen, wird vieles auf dem kurzen Dienstweg entschieden: Innovatoren sind mit den Fachabteilungen gut vernetzt und bekommen schnelle und unkomplizierte Hilfe.

"Inspirationsquellen für neue Ideen sind dabei vor allem Beispiele aus anderen Unternehmen, mit denen sich Mitarbeiter identifizieren können – und dazu die Geschichten der Menschen, die diese Innovationen umgesetzt haben. In innovativen Unternehmen bauen Manager gezielt Netzwerke zu solchen Menschen auf, besuchen sie und berichten anschließend im Unternehmen über ihre Erfahrungen", weiß der Experte. Neben klassischen Methoden wie Brainstorming, "Design Thinking" oder dem "Edison-Prinzip" wurde in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe an Tools entwickelt, die Unternehmen dabei helfen, neue Ideen zu generieren. "Wir sehen den klaren Trend, dass Unternehmen ihre verschiedenen Bereiche, Standorte, internationale Tochterunternehmen und auch Kunden mit in die Ideenentwicklung einbeziehen wollen", so Meyer.

Kreativität kann man lernen

Und eins ist klar: Kreativität kann man lernen! Studien der Universität Harvard belegen: Kreativität lässt sich trainieren wie ein Muskel – allerdings nicht durch theoretische Aufgaben oder klassische Trainings, sondern vor allem durch das aktive Machen. Innovation lernt man nur durch Innovation! „Statt Geld in theoretische Trainings zu investieren, sollten Unternehmen interne Wettbewerbe organisieren oder regelmäßig Mitarbeiter für einen begrenzten Zeitraum freistellen, damit sie Innovationsprojekte umsetzen können“, rät Meyer. Dabei können Führungskräfte die Kreativität ihrer Mitarbeiter vor allem auf drei Wegen fördern:

  1. Herausforderungen für Mitarbeiter formulieren, die mit herkömmlichen Methoden nicht zu erreichen sind, die also ein hohes Maß an Kreativität erfordern.
  2. Mitarbeiter durch gezielte Fragen dabei unterstützen, neue Denkwege einzuschlagen.
  3. Mitarbeiter bei der Entwicklung ihrer Ideen unterstützen, zum Beispiel durch die Verknüpfung mit anderen, die ihnen helfen, diese Ideen umzusetzen. Innovationsfreundliche Unternehmen nehmen sich die Zeit, ein Wertesystem zu entwickeln, das Innovation fördert, um dieses Schritt für Schritt in den Köpfen der Mitarbeiter zu verankern. Inwieweit dieses Wertesystem etabliert ist und gelebt wird, lässt sich durch Analysen der Innovationsfähigkeit bestimmen.

Hängen Kreativität und wirtschaftlicher Erfolg zusammen? Ideenexperte Meyer ist überzeugt: „Ja – allerdings besteht kein Automatismus. Kreativität ist nur dann eine wertvolle Ressource, wenn sie in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Chaotische, ungelenkte Kreativität kann mehr schaden als nützen. Strukturierte Kreativität, bei der Menschen an einer Grundidee festhalten und anschließend kreative Ideen entwickeln, um sie umzusetzen, ist dagegen deutlich erfolgversprechender. Hier sind Kreativität und strategisches Denken eng miteinander verknüpft. Ein Kreativer ohne eine klare Strategie wird nur selten Erfolg haben. Umgekehrt wird der Stratege zwar sein Ziel kennen, aber beim ersten unvorhergesehenen Hindernis aufgeben. Beides bedingt sich gegenseitig und führt gemeinsam zum Erfolg – es handelt sich dabei also um systematisch strukturierte Kreativität. Viele Menschen denken, das würde sich widersprechen, aber das Gegenteil ist der Fall: Kreativität, Strategie und Struktur brauchen sich gegenseitig.“

10 Jahre OGC: Die Highlights aus einem Jahrzehnt
Horst Bubenzer überreicht einen Scheck an die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung.
Gemeinnützig

Der Office Gold Club – seit 2006 als nicht gewinnorientierte GmbH aufgestellt – hat sich in den zehn Jahren seines Bestehens wiederholt sozial engagiert. So überreichte Horst Bubenzer 2008 in seiner damaligen Funktion als OGC-Marketingbeirat 10 000 Euro an die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, die sich als unabhängige und parteipolitisch neutrale Initiative für Bildungserfolg und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen einsetzt. 2009 konnte sich die Youth Bank, die gemeinnützige Aktivitäten von Jugendlichen mit Mikrokrediten fördert, über einen Spendenscheck in Höhe von ebenfalls 10 000 Euro freuen. Die Spendensumme setzte sich aus OGC-Spendengeldern von je 5 Euro pro Roadshow-Besucher zusammen.

OGC-Truck
Rekordverdächtig

Zehn Jahre Office Gold Club – das bedeutet (nebenbei) auch jede Menge Rekorde. Hätten Sie gewusst, welche beeindruckenden Zahlen der Office Gold Club vorlegen kann? Wir liefern die Fakten: · Besucherzahl bei den OGC Veranstaltungen: 11 990 · Alter aller Förderunternehmen zusammengenommen: 3062 Jahre · Zurückgelegte Kilometer der Roadshow/Markentage: 15 240 km · Anzahl der Give-aways in den legendären OGC Geschenkkoffern: 230 090

edding-Produktion in Bautzen
Making-of: Zu Gast bei den Herstellern

Ist die Bleistiftmine wirklich aus Blei? Werden Kunststoff-Schnellhefter gespritzt oder gestanzt? In den vergangenen zehn Jahren öffneten die OGC Markenhersteller ihre Betriebspforten und stellten bei exklusiven Führungen ihre Produktions- und Distributionsstätten vor. Office Gold Club Mitglieder hatten bei den Terminen die Möglichkeit, sich alles anzuschauen und Fragen rund um Produktionsabläufe, Produktqualität und Unternehmensphilosophie zu stellen. Der Dialog zwischen Einkäufern und Herstellern wurde intensiviert. Entsprechend positiv war das Feedback.

Ein Pyrograph zeichnet Porträts bei der OGC Roadshow 2009.
Feuer und Flamme für den OGC

Der zündende Funke sprang bei den 2000 Besuchern der OGC Roadshow 2009 über. Auch wenn vorher erst mal der Groschen fallen musste: „Pyrograph – wer oder was ist das denn?“ So erging es vielen Besuchern, als Moderatorin Helena Felixberger die Veranstaltungen eröffnete und auf den Pyrographen hinwies. Keiner ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass bald einer von weltweit insgesamt nur zwei Schnellzeichnern, die dieses feurige Metier beherrschen, auftreten würde. Das Besondere an der Pyrographie: Der Künstler malt Portraits mit Wunderkerzen. Bei Personen mit kurzen Haaren komme er meist mit nur zwei Wunderkerzen aus. Ein ungewöhnliches Roadshow-Souvenir: Die Gäste waren Feuer und Flamme für die Pyrographie-Portraits.

Juristin, Journalistin und Psychotherapeutin Lene Gammelgaard bestieg als erste Skandinavierin den Mount Everst.
Hoch hinaus

Juristin, Journalistin und Psychotherapeutin Lene Gammelgaard nahm die Besucher der Roadshow 2012 mit auf die Besteigung des Mount Everest. Die erste Skandinavierin, die den Berg erklomm, berichtete über ihre Erfahrungen als Extrembergsteigerin. Faszinierende Bilder aus der unwirtlichen Höhe der 8000er zogen das Publikum in den Bann. Die gute Botschaft für alle Zuhörer: Persönliche „Berge“ im Leben lassen sich vor allem mental bezwingen. Die Bergsteigerin forderte ihre Zuhörer auf, in 30 Sekunden zu fixieren, was sie im nächsten halben Jahr erreichen wollen. Denn wer seinem Gehirn jeden Abend 20 Minuten lang vorgaukelt, das Ziel sei bereits erreicht, dem hilft das clevere Organ bei der Umsetzung, so die Dänin.

Kristin Otto, siebenfache Weltmeisterin, sechsfache Olympiasiegerin plauderte bei der OGC Roadshow 2009 aus dem Nähkästchen.
Kuschelig: Mit Wollsocken zum Olympiasieg

Für sportliche Rekorde sind manchmal ungewöhnliche Maßnahmen entscheidend – das erfuhren die Besucher der Office Gold Club Roadshow 2009. Referentin Kristin Otto, siebenfache Weltmeisterin, sechsfache Olympiasiegerin und gefragte Sportmoderatorin im ZDF, plauderte aus dem Nähkästchen. Sie verlässt sich nicht nur auf wichtige Tugenden, sondern hat auch Mut zum eigenen Weg. So hätte sie bei Wettkämpfen den Weg zum Startblock immer mit Wollsocken beschritten – vielbelächelt von den Konkurrenten. Aber warme Füße waren für die Rekorde definitiv wichtiger als die Eitelkeit.

Joachim Franz verlor 40 Kilo Gewicht in drei Monaten.
Diszipliniert

40 Kilo Gewicht in drei Monaten verlieren? Dass das geht, bewies Roadshow-Referent Joachim Franz, der die Besucher der Veranstaltung 2011 mit seinem Erfahrungsbericht fesselte. Er hat nicht nur schnell viel Gewicht abgenommen, sondern auch mit dem Tretroller den Ural überquert. In jungen Jahren stand Joachim Franz bei VW am Fließband; Langeweile und Übergewicht bestimmten sein Leben. Plötzlich entdeckte er seine Begeisterung für den Sport: Marathon, Ironman – keine Herausforderung war mehr zu groß für Joachim Franz. Doch das allein reichte ihm nicht, er verknüpft außergewöhnliche Herausforderungen mit sozialem Engagement. Seine kurzweilig verpackte Botschaft an die Roadshow-Besucher: „Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.“

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