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Ohne Original keine Kopie

Nicola Perl, Geschäftsführerin Office Gold Club
Nicola Perl, Geschäftsführerin Office Gold Club
Liebe C.ebra-Leser,

Editorial

 

wer wie ich aus einem ganz anderen Bereich in die Büroartikelbranche gewechselt hat, wirft erst einmal einen Blick von außen auf die Welt rund um Papier, Stifte, Etiketten & Co. Als etwas ganz Besonderes ist mir sofort der Office Gold Club aufgefallen. Denn hier ziehen direkte und ernsthafte Konkurrenten gemeinsam an einem Strang, um Sie als Einkäufer optimal mit allem versorgen zu können, was Sie für Ihren Berufsalltag benötigen. Und damit meine ich nicht nur Produkte, sondern auch Hintergrundwissen, Tipps & Tricks, Entscheidungshilfen und eine Lobby für Ihre Wünsche und Belange. Das ist meines Wissens nach absolut einzigartig in Deutschland, wahrscheinlich sogar weltweit.

Wie sehr diese Idee Ihre Bedürfnisse getroffen hat, zeigt sich am großen Erfolg des Office Gold Club. Nach nur sechs Jahren ist unsere Roadshow bereits zum fest etablierten Ereignis im PBS-Jahreskalender geworden mit treuen und begeisterten Besuchern. Als neue Geschäftsführerin des Clubs möchte ich dabei mithelfen, diese Erfolgsgeschichte weiter zu schreiben. Unser Ziel für die kommenden Jahre: Wir wollen uns nicht auf unserem Erfolg ausruhen, sondern Ihnen noch mehr praxisorientierte Hilfestellungen an die Hand geben und neue Mitglieder mit ins Boot holen.

Ich freue mich darauf, Sie kennen zu lernen.

Ihre Nicola Perl

Fälschung, Plagiat, Kopie oder Abklatsch sind nur einige der Wörter, die die Nachahmung eines Originals zum Ausdruck bringen. Inzwischen gibt es kaum noch Produkte, die noch nicht gefälscht wurden. Nicht nur die Wirtschaft leidet unter dieser Entwicklung, auch die Verbraucher werden zunehmend mit den Folgen gefälschter Ware konfrontiert. In dieser und der folgenden C.ebra-Ausgabe erfahren Sie alles über Fälschungen, wie Sie sich in Zukunft davor schützen können und warum Originale sich immer lohnen.

Spätestens seit der Guttenberg-Affäre sind die Bedeutungen von Original und Plagiat wieder ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Doch die unterschiedlichen Reaktionen zeigen auch, dass die Beurteilung von Nachahmungen sehr subjektiv sein kann. Während die einen schockiert und wütend die offensichtlichen Plagiate in Guttenbergs Doktorarbeit anprangerten, war es für viele andere nur ein Kavaliersdelikt und kein richtiger Betrug. Die ungebrochene Popularität des Ex-Verteidigungsministers zeigt die Sympathie, mit der Fälscher oftmals betrachtet werden. Was aber ein Original wirklich wert ist, würde sich jedem schlagartig erschließen, wenn er der Kopie seiner eigenen Person begegnen würde.

Imitation hat viele Gesichter

Ob Auto- und Flugzeugersatzteile, Medikamente, Nahrungsmittel, Werkzeug oder Büroartikel – nichts davon ist vor Fälschern sicher. Sogar im Restaurantbereich existieren Läden wie „McDnoald`s“, „Bucksstar“, „Pizza Huh“ und „KFG“. Marken- und Produktpiraterie findet sich überall dort, wo Innovationen bereits erfolgreich funktionieren. Oft sind die Plagiate äußerlich kaum vom Original zu unterscheiden, denn den Fälschern genügt es nicht, möglichst ähnliche Produkte zu entwickeln. Auch die Namen und Logos sind häufig stark an das Original angelehnt. Das Geschäft mit der Nachahmer-Ware hat als einziges Ziel, der Original-Ware zum Verwechseln ähnlich zu sein und den schon vorhandenen Erfolg zu nutzen. Man unterscheidet hierbei zwei Arten von Imitation: Die sklavische Fälschung versucht das Original genau zu kopieren, inklusive der Verpackung und des Markennamens. Die verarbeiteten Materialien weichen jedoch häufig von der Qualität des Originals ab. Ein Plagiat ist eine optische Kopie mit einem geringfügig geänderten Markennamen, so dass eine eigene Innovation unterstellt wird. Die Hersteller solcher Produkte verletzen dabei bewusst die Markenrechte der Originalhersteller und missachten ihre Patente.

Ein weltweites Problem

Eines der bekanntesten Klischees im Bereich der Fälschungen ist die Annahme, ausschließlich Chinesen würden plagiieren und fälschen. Fakt ist jedoch, Produktpiraterie wird weltweit betrieben. „Die Chinesen sind schlicht die fleißigsten“, meint Rido Busse, der mit seinem Verein Plagiarius gegen Produktpiraterie kämpft. Er sieht China nur als Teil des Problems. Da die Industrieländer selbst oft die Auftraggeber seien, werde rund um die Welt mit Plagiaten Geld verdient. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken ist es zum einen wichtig, entschieden gegen Fälscher vorzugehen. Zum anderen sollten Konsumenten ihren Einkauf immer genau kontrollieren, um nicht an billige Fälschungen zu geraten. Aktive Hilfe bieten hierbei erfahrene Fachhändler und Verbraucherinitiativen. Im Bereich des gewerblichen Bürobedarfs steht der Office Gold Club seinen Mitgliedern als kompetenter Berater zur Seite und schafft die Möglichkeit zum Kontakt und Dialog. Die Partnerhändler des Office Gold Club arbeiten aktiv mit der Markeninitiative zusammen, so dass sich Verbraucher hier sicher sein können, hochwertige Originalprodukte zu erwerben.

Ausblick

Im nächsten Teil der Office Gold Club-Serie erfahren Sie noch mehr Wissenswertes rund um die Themen Original und Fälschung: Warum wir Konsumenten uns vor Fälschungen schützen sollten, die neuesten Methoden im Kampf gegen Produktpiraterie sowie Tipps und Tricks, um Plagiate sofort zu entlarven.

www.office-gold-club.de

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