C.ebra

Weiterbildung: Einkäufer setzen Fokus auf Kosten- und Wertanalyse

Das Personalbarometer Einkauf 2015 zeigt, dass die Schwerpunkte bei Weiterbildungen auf den Themen Kosten- und Wertanalysen, Verhandlungsführung, strategisches Denken sowie Konfliktmanagement liegen.

Stephan Penning, Studienleiter und Geschäftsführer von Penning Consulting
Stephan Penning, Studienleiter und Geschäftsführer von Penning Consulting

Den Angaben der Untersuchung des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und der, auf Personal- und Change-Management spezialisierten, Unternehmensberatung Penning Consulting zufolge sind rund die Hälfte der Einkaufschefs mit den Weiterbildungsergebnissen nicht zufrieden.

Trainieren wollen die Einkaufschefs ihre Mannschaften in Kosten- und Wertanalysen, professioneller Verhandlungsführung, einem ganzheitlichen Kostendenken („Total Cost of Ownership“) und Vertragsmanagement. Stephan Penning sagt: „Der Druck auf den Einkauf, den bestmöglichen Preis bei optimaler Qualität zu erzielen, ist weiter gestiegen. Viele Einkäufer haben die dazu notwendigen Techniken wie Kostenanalytik und ausgeprägtes TCO-Denken noch nicht erlernt. Darum ist der Trainingsbedarf in diesen Bereichen besonders hoch.“

Jeder vierte Einkaufschef möchte die emotionale Intelligenz von strategischen und fachlichen Einkäufern verbessern. „Strategisches und technisches Know-how ist essentiell, aber ohne ausgeprägte Sozialkompetenzen geht es auch für Einkäufer nicht mehr weiter“, sagt Stephan Penning. „Je anstrengender die Verhandlungen werden, desto wichtiger ist es, dass die Beteiligten einen kühlen Kopf bewahren: um am Ende die Ansprüche durchsetzen zu können. Gefragt sind heute Einkäufer, die es verstehen, nicht nur auf die logische Argumentation ihres Gegenübers, sondern auf seine vollständige Persönlichkeit einzugehen.“   

Erfolgsfaktor für Weiterbildung

„Für erfolgreiche Trainings ist relevant, dass sie unmittelbaren Business-Bezug herstellen, Methoden und Modelle nicht im Allgemeinen sondern unmittelbar am individuellen Beispiel aus dem Arbeitsalltag der Teilnehmer besprechen und unmittelbaren Transfer vom Training in die Realität sicherstellen. Dazu bedarf es neben den eigentlichen Schulungen strukturierter Überprüfungen, wie sich die tägliche Arbeit durch die jeweilige Weiterbildungsmaßnahme verändert hat. Nur so lassen sich Weiterbildungen auch als nachhaltige Investitionen rechtfertigen.“

Die Umsetzung des Gelernten in den Alltag gelingt nur knapp der Hälfte der befragten Unternehmen. Dafür haben die Einkäufer mehr Zeit für Weiterbildungen. Mit 3,25 Weiterbildungstagen liegen sie über den durchschnittlich 2,5 Tagen für Angestellte in Deutschland.

www.bme.de/start/

www.penning-consulting.com/

 

 

 

Einkäufer liegen mit 3,25 Weiterbildungstagen über dem Durchschnitt deutscher Angestellter
Einkäufer liegen mit 3,25 Weiterbildungstagen über dem Durchschnitt deutscher Angestellter
Verwandte Themen
Burkhard Exner (Bürgermeister der Stadt Potsdam), Dr. Heide Naderer (Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal), Prof. Dr. Susanne Menzel (Vizepräsidentin der Universität Osnabrück), Dr. Judith Marquardt (Beigeordnete der Stadt Halle (Saale)), Hartmut Hoferic
Städte und Hochschulen nutzen mehr Recyclingpapier weiter
Die Ausschreibung von Lipor hat den lokalen Behörden in Porto (Portugal) gezeigt, dass nachhaltige öffentliche Beschaffung nicht zwangsläufig höhere Kosten bedeutet. Bild: Thinkstock/iStock/SeanPavonePhoto
Portugiesische Abfallwirtschaft kauft Drucker und spart Kosten weiter
Der Einkauf der Stadtwerke Konstanz ist konzernweit verantwortlich für alle Liefer- und Dienstleistungen.
Stadtwerke Konstanz nutzen E-Procurement-Lösung von Newtron weiter
Dank einer eigenen Applikation kann das Managemensystem "EcoWebDesk" auch vom mobilen Endgerät genutzt werden.
"EcoWebDesk" beim Anwender kennenlernen weiter
Leserumfrage zum Thema Wohlfühlbüro gestartet: Mitmachen und gewinnen! Bild: Thinkstock/iStock/cacaroot
Wohlfühlbüro? Was gehört für Sie unbedingt dazu? weiter
CareerBuilder hat Nachgefragt, wie deutsche Arbeitnehmer ihre Pause verbringen. Das Ergebnis zeigt, dass das Mittagessen am Schreibtisch einem Besuch der Kantine bevorzugt wird.
Stress-Essen in deutschen Büros weit verbreitet weiter