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Trotz Aufschwung: Potenzial von elektronischen Rechnungen noch ungenutzt

Rund 22 Prozent der 37 Milliarden Rechnungen in Europa werden elektronisch abgewickelt. Besonders der öffentliche Sektor entwickelte sich in der DACH-Region positiv, so die Ergebnisse des Billentis Report 2016.

Im weltweiten Vergleich bleibt die DACH-Region jedoch weiterhin im unteren Mittelfeld. Während in Lateinamerika und Skandinavien die Nutzungsraten weit über 80 Prozent liegen, bewegt sich dieser Wert in Deutschland, Österreich und der Schweiz zwischen 15 und 40 Prozent. In Deutschland reichen die Gründe für die niedrige Durchdringungsrate von der Angst vor den Umstellungskosten bis hin zur Ignoranz. Zu diesen Ergebnissen kommt der jährliche Report, der von Marktexperte Bruno Koch sowie von crossinx präsentiert wird.

Eine Befragung zum Nutzungsverhalten und den Rechnungsformaten in Deutschland ergab, dass 93 Prozent der großen Unternehmen in 2015 noch immer Rechnungen per Post in Papierform erhielten, 45 Prozent noch als Fax. Allerdings sind in allen befragten Unternehmen Papierrechnung und Fax nur zwei von mehreren möglichen Methoden der Rechnungsverarbeitung. Anbieter von E-Invoicing konnten dabei einen Aufwärtstrend verzeichnen.

Umstellung bis 2018

Gerade im öffentlichen Bereich ist das Einsparpotenzial durch die elektronische Rechnungsverarbeitung hoch, bleibt aber weitestgehend noch ungenutzt. Lediglich 20 Prozent der Vertreter aus der öffentlichen Verwaltung gaben in einer Umfrage der Materna GmbH und der Hochschule Harz im März 2016 an, E-Invoicing bereits zu nutzen. Mittlerweile planen 60 Prozent eine Umstellung auf elektronische Rechnungen. Dabei ist der öffentliche Sektor durch eine EU-Richtlinie verpflichtet, bis 2018 komplett auf elektronische Rechnungsprozesse umzustellen.

E-Procurement stärker als E-Invoicing

Eine positive Entwicklung ist im Bereich des E-Procurement zu verzeichnen. Während Europa im E-Invoicing im weltweiten Vergleich eher durchschnittlich abschneidet, liegen die Zahlen bei E-Procurement über dem Schnitt.

Laut dem Statistikamt der Europäischen Union erhielten 2016 17 Prozent aller in der EU ansässigen Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern mindestens ein Prozent ihrer Bestellungen in elektronischer Form. Spitzenreiter ist hier Schweden. Von hundert Bestellungen gingen in schwedischen Unternehmen rund elf Prozent elektronisch ein. Ein erfreulicher Trend, wenngleich auch in diesem Bereich enormes Ausbaupotenzial herrscht.

Der vollständige englische Report ist im Juni 2016 erschienen und kann über crossinx@oseon.com angefordert werden. Die Kommunalumfrage von crossinx und weitere Informationen zu E-Invoicing im öffentlichen Sektor gibt es hier zum Download.

www.crossinx.de 

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