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Für "Top Performer" ist der Einkauf ein zentraler Bestandteil der Wertschöpfungskette und ein wichtiges Instrument, um starke Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Grafik: A.T. Kearny
Für "Top Performer" ist der Einkauf ein zentraler Bestandteil der Wertschöpfungskette und ein wichtiges Instrument, um starke Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Grafik: A.T. Kearny

A.T. Kearney-Studie: Erfolgreiche Strategien im Beschaffungsmanagement

Nur sieben Prozent der Unternehmen nutzen den Einkauf als Wettbewerbsvorteil. Dies geht aus der neuen A.T. Kearny-Studie hervor, die darüber hinaus entscheidende Faktoren für mehr Erfolg im Einkauf nennt.

Die Studie "Assessment of Excellence in Procurement" (AEP) wurde seit 1992 bereits zum neunten Mal durchgeführt und untersucht die Anwendung von Leadership-Praktiken und ihre Auswirkungen auf die Unternehmensergebnisse. Das Benchmarking deckt eine Bandbreite an Industrien (Prozess, Konsumgüter, Fertigung, Dienstleistung) und Regionen (46 Prozent Europa) ab. Die Studie liefert dabei Einblick in die Bedeutung des Einkaufs von mehr als 5000 Unternehmen.

In insgesamt vier Gruppen ("Top Performer", "High Potentials", "Mittelfeld", "Nachzügler") lassen sich die Studienteilnehmer aufgrund ihres Kostenmanagements und der Wertschöpfung ihres Einkaufs einteilen. Als "Top Performer" können sich dabei nur sieben Prozent der Unternehmen bezeichnen. Sie generieren mit ihrem Einkauf eine dreimal so hohe Rendite wie andere Unternehmen und setzen dabei auf moderne Technologien und Analytics-Funktionen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Einkauf bei der Umsetzung von Innovationen einen maßgeblichen Effekt erzielt, ist bei den "Top Performern" siebenmal höher. Laut Dr. Strohmer, Partner bei A.T. Kearney und Leiter des Bereichs Supply Management in Zentraleuropa erzielen diese Unternehmen Spitzenleistungen im Management von Kategorien, Lieferanten und ihren eigenen Teams und erzielen für jeden investierten Euro in Mitarbeiter und Einkaufstools im Schnitt 13 Euro.

Solide Ergebnisse zeigen auch die sogenannten "High Potentials", zu denen sich elf Prozent der Unternehmen zählen dürfen. Knapp über die Hälfte der Einkaufsorganisationen (55 Prozent) liegen im "Mittelfeld". Sie schaffen zwar Mehrwert, die Transformation dauert aber immer noch zu lange. Die vierte Gruppe, die "Nachzügler" (27 Prozent), hat Mühe, die eigenen Kosten zu decken und schafft daher im Verhältnis wenig oder keinen Wert.

Faktoren für mehr Erfolg im Einkauf

Wer Erfolg im Einkauf haben möchte, sollte auf Team-Exzellenz, ein leistungsstarkes Kategorien-, sowie Lieferantenmanagement setzen:

Team-Exzellenz: Die Einkaufsorganisation nimmt eine bedeutende Stellung im Unternehmen ein, sie dient als Katalysator für die Ausrichtung des Unternehmens und Basis für nachhaltige Ergebnisse. Das Talent-Management spielt hierbei eine wichtige Rolle. Wer seine Mitarbeiter weiterbildet, herausragende Leistungen fördert und digitale Technologien nutzt, kann für hohe Wertschöpfung im Einkauf sorgen.

Kategorienmanagement: Spitzenleistung bei der Warengruppenstrategie reduziert Kosten am effektivsten und generiert ca. 73 Prozent des Mehrwerts in der Beschaffung. Vor allem die "Top Performer" entwickeln langfristige Pläne für Kategorien oder Produkte und Services – und bekommen so wichtige Einblicke in relevante Märkte.

Lieferantenmanagement: Herausragende Lieferanten erfüllen nicht nur ihre vertraglichen Verpflichtungen, sondern tragen – und das ist noch wichtiger – auch dazu bei, dass Unternehmen insgesamt ihre Einkaufsrisiken reduzieren und sich Wettbewerbsvorteile sichern, indem sie Innovationen in Beschaffungsmärkten schnell und effizient nutzen. Das generiert 27 Prozent des Mehrwerts im Einkauf.

Um den Einkauf zu optimieren, seien zusätzliche Anstrengungen erforderlich, so Einkaufsexperte Strohmer. Für "Nachzügler" bedeute das, einen Fokus auf die eigene Strategie zu legen, das "Mittelfeld" sollte seine Wertschöpfung über ein breiteres Spektrum ausdehnen, die "High Potentials" müssten im Unternehmen ein Umfeld der Anerkennung schaffen, um zum "Top Performer" zu werden, während diese ihre Marke und die eigenen Talente stärker nutzen sollten.

www.atkearney.de 

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