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Büro-PCs haben Energiesparpotenzial

In deutschen Büros stehen 26,5 Millionen Computer. Bis 2020 soll die Zahl auf rund 37,5 Millionen ansteigen. Nur jeder zweite Computer sei energiesparend, so der Bitkom laut einer Studie.

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V (Bitkom) gab auf Basis einer Studie des Borderstep Instituts bekannt, dass bisher nur jeder zweite Computer am Arbeitsplatz energiesparend ist. Dazu gehören beispielsweise Thin Clients, schlanke Arbeitsplatzrechner zur Ein- und Ausgabe von Daten.

„Die Zahl der Arbeitsplatzrechner wird weiter steigen, sowohl im stationären wie auch im mobilen Bereich. Um den Energieverbrauch zu senken, setzen wir auf effizientere Geräte und intelligente IT-Management-Konzepte“, sagt Bitkom-Vizepräsident Volker Smid. Alle Arbeitsplatzcomputer verbrauchten im vergangenen Jahr zusammen rund 3,9 Terawattstunden (TWh). Das ist mehr als das Kernkraftwerk Brunsbüttel im Jahr produziert hat.

Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, Borderstep Institut und Bitkom haben nun eine Roadmap „Ressourceneffiziente Arbeitsplatz-Computerlösungen 2020“ erstellt. Sie verfolgt drei Ziele: Erstens soll der Anteil energie- und materialeffizienter Arbeitsplatzcomputerlösungen erhöht werden, von heute 50 Prozent auf über 60 Prozent im Jahr 2013 und 85 Prozent im Jahr 2020. Zweitens soll der durchschnittliche Primärenergieaufwand (KEA) dieser Rechner gesenkt werden: von heute 500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr inklusive Herstellung und Terminalserveranteil auf 400 kWh bis 2013 und 200 kWh pro Jahr bis 2020. Drittens soll das durchschnittliche Produktgewicht inklusive Serveranteil gesenkt werden: von heute 5,2 kg um 20 Prozent bis 2013 und um mindestens 50 Prozent bis 2020.

Um diese Ziele zu erreichen, schlagen die Partner 39 Einzelmaßnahmen vor, beispielsweise Leuchtturmprojekte, Informationskampagnen und neue technische Standards. Würden alle vorgeschlagenen Maßnahmen umgesetzt, so können laut Bitkom allein in Deutschland bis 2020 fast 30 TWh an Primärenergie, Stromkosten von 2,8 Milliarden Euro, CO2-Emissionen von 5,5 Millionen Tonnen und Computermaterial von fast 250 000 Tonnen vermieden werden.

Die Studie zum Download gibt es hier.

www.bitkom.org

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