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Studie: Händetrocknen – aber richtig!

Eine Vergleichsstudie der Universität von Helsinki im Auftrag der European Textile Services Association (ETSA) in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsverband Textil Service Wirtex e.V. belegt, dass – nur auf den Vorgang des Trocknens bezogen – die geprüften Baumwoll- und Papierhandtücher mehr Bakterien von den Händen entfernten als die ebenfalls untersuchten Luftstrom- und Warmluft-Händetrockner.

Händewaschen ist wichtig, um Infektionen vorzubeugen. Da Bakterien mit höherer Wahrscheinlichkeit eher bei feuchter als bei trockener Haut übertragen werden, spielt das richtige Trocknen der Hände eine entscheidende Rolle bei der Handhygiene. Somit kann das richtige Trocknungsverfahren helfen, Bakterien von den Händen zu entfernen, um so eine Kreuzkontamination in Sanitärräumen zu verhindern.

Ziel der Studie war, die Ergebnisse von vier verschiedenen Handtrocknungsmethoden hinsichtlich der Hygiene zu vergleichen: Baumwollhandtücher, Einweg-Papierhandtücher, einen automatischen Warmluft-Händetrockner und einen Luftstrom-Händetrockner. Dabei wurde die Verminderung der Anzahl an Mikroorganismen nach dem Händetrocknen ebenso untersucht wie die Hygiene der Oberfläche der Trockner und Spender sowie der Umgebungsluft.

Während der Tests ergab sich nur beim Trockenreiben der Hände sowohl bei Baumwoll- als auch bei Papierhandtüchern eine beträchtliche Reduktion der Bakterien. Beim Luftstrom- und Warmluft-Händetrockner war eine Reduktion festzustellen, die unter der europäischen Norm EN 1499 liegt. Sogar ohne Verwendung von Seife entfernt die mechanische Reibbewegung beim Trocknen mit Baumwolle oder Papier mehr Bakterien als die Mindestanforderung vorgibt.

Prüfungen des Kreuzkontaminationseffekts der vier Trockner und Spender ergaben, dass die Luftkontamination im Umkreis von einem Meter um das jeweilige Gerät am größten ist. Die höchste Anzahl an Bakterien (94), darunter E. coli, fand sich in der Luft in einem Meter Entfernung vom Luftstrom-Trockner. Einen Meter vom Warmluft-Trockner entfernt wurden noch 27 Bakterien festgestellt. In der Nähe der Papier- und Baumwollhandtuchspender war so gut wie keine Luftkontamination vorhanden. Beim Prüfen der Kontamination der vier Geräte fand sich die geringste Bakterienzahl auf dem Baumwollhandtuchspender, dann auf dem Warmluft-Händetrockner und danach auf dem Papierhandtuchspender. Die höchste Bakterienzahl fand sich auf dem Luftstrom-Trockner, mit einer hohen Konzentration von E. coli am Boden des Geräts. Die Studie wurde vom Hjelt Institut der Universität von Helsinki durchgeführt.

www.wirtex.de

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