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Steelcase macht Durlangen dicht

Angesichts von Preisdruck und schrumpfenden Märkten plant der Büromöbelhersteller Steelcase sein Werk in Durlangen zu schließen. Stattdessen soll eine neue Fertigungsstätte in der Tschechischen Republik, in Pilsen entstehen.

Das neue Werk soll die Produktion aus Durlangen in Baden-Württemberg, wo aktuell 265 Mitarbeiter beschäftigt sind, schrittweise übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Von der Verlagerung verspricht man sich Kosteneinsparungen in Höhe von zehn Millionen Dollar pro Jahr. Nach den Plänen des Unternehmens soll die Verlagerung im Frühjahr 2014 beginnen und innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Die zweite deutsche Produktionsstätte des Unternehmens im oberbayerischen Rosenheim sei nicht betroffen, heißt es in der Presseinformation.

Wie die gesamte Büromöbelbranche habe auch Steelcase seit Jahren mit starkem Preisdruck, einem schrumpfenden Markt sowie hohen Kosten zu kämpfen, begründete der Hersteller die Schritte. Zwar konnte das globale Unternehmen seine Marktanteile in der EMEA-Region halten, verzeichnete dort jedoch gleichzeitig in den letzten drei Jahren hohe Verluste. „Um die Zukunft von Steelcase in dieser Region weiter zu sichern, sind daher umfangreiche Kosteneinsparungen unumgänglich geworden“, so der Hersteller weiter.

Nach Einschätzung von Steelcase dürfte das wirtschaftliche Umfeld in Westeuropa schwierig bleiben und sich auf die Nachfrage nach seinen Produkten in der EMEA-Region auswirken. Die Pläne zur Produktionsverlagerung nach Tschechien sind – ebenso wie eine Reihe bereits vorher eingeleiteter Maßnahmen – Teil einer laufenden, auf mehrere Jahre angelegten EMEA-Strategie mit dem Ziel, den Umsatz zu steigern sowie das Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Bis die Maßnahmen dieser Strategie vollständig greifen und sich das wirtschaftliche Umfeld in Westeuropa verbessert, geht das Unternehmen davon aus, in der EMEA Region weiterhin bereinigte operative Verluste zu verzeichnen.

www.steelcase.de

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