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Büromöbel: Wege aus der Krise

Nach vier Jahren mit deutlichen Umsatzsteigerungen hat die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise mit Jahresbeginn auch die deutschen Büromöbelhersteller erreicht.

Für das erste Quartal des Jahres meldet der bso Verband Büro-, Sitz- und Objektmöbel im Inlandsgeschäft einen Umsatzrückgang von 17,1 Prozent gegenüber Vorjahr. Im Export schloss die Branche mit einem Minus von 27,8 Prozent ab. Der Gesamtumsatz lag bei minus 20,6 Prozent gegenüber Vorjahr.

2008 konnten die deutschen Büromöbelproduzenten noch ein Umsatzplus von 7,2 Prozent bei einem Marktvolumen von rund 2,27 Milliarden. Euro verzeichnen. Getragen wurde das Wachstum in erster Linie von einem starken Inlandsgeschäft (+9,0 Prozent gegenüber Vorjahr; Export: +3,4 Prozent). Die Inlandsnachfrage erwies sich auch in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres als stabilisierender Faktor. „Im März konnten wir im Vergleich zum Vormonat wieder steigende Auftragseingänge im Inlandsgeschäft realisieren“, erklärt Hendrik Hund, Vorsitzender des bso. Mit einer schnellen Wiederbelebung der Nachfrage rechnet er dennoch nicht.

Auf den Umsatzrückgang reagiert die Branche mit einer schnellen Anpassung der Kapazitäten. Die Unternehmen haben die teils gut gefüllten Arbeitszeitkonten abgebaut und reduzieren die Zahl der Wochenarbeitsstunden. Einige Büromöbelhersteller meldeten zudem Kurzarbeit an. Nach Angaben des Branchenverbandes nutzt die Mehrzahl dieser Unternehmen die Zeit zur Weiterbildung der Mitarbeiter. Diese sollen so für die Zeit nach der Krise fit gemacht werden.

Darin und in der Weiterentwicklung der Produkte sieht der bso den Schlüssel für die zukünftige Entwicklung der Branche. Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sei nach wie vor Kennzeichen von Büromöbeln „Made in Germany“. Daneben würde aber immer wichtiger, dass Büroeinrichtungen auch zu effizienter Kommunikation und zur Steigerung der Produktivität beitragen.

www.bueroforum.de

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