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Blauer Engel wird internationaler

Siemens Enterprise Communications (SEN) wirbt ab dem Frühjahr mit dem Blauen Engel in der Türkei, Indien und Polen für seine energieeffizienten „Voice over IP“-Telefonanlagen. Gleichzeitig nutzt Kyocera in Großbritannien das älteste Umweltzeichen der Welt zur Bewerbung der Klima- und Umweltschutzvorteile seiner Bürogeräte.

Das Öko-Institut begleitet die Internationalisierung des Blauen Engels wissenschaftlich. Gemeinsam mit der Kommunikationsagentur .lichtl Ethics & Brands GmbH untersuchen die Experten des Öko-Instituts das Potenzial des Umweltzeichens als ein Instrument zur Förderung des nachhaltigen Konsums im internationalen Raum. „In Zusammenarbeit mit den lokalen gesellschaftlichen Akteuren in der Türkei, Indien, Polen und Großbritannien entwickeln wir Strategien, wie Unternehmen das Umweltzeichen in den neuen Märkten effektiv nutzen können, um den Absatz klimafreundlicher und insgesamt umweltfreundlicher Produkte zu steigern“, so Siddharth Prakash, Projektleiter des Öko-Instituts. Die Internationalisierung des Blauen Engel ist Teil eines Forschungsvorhabens, gefördert durch das deutsche Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzinitiative.

Unternehmen können den Blauen Engel in jedem Land werblich nutzen. Basis hierfür ist ein Zeichennutzungsvertrag mit der RAL gGmbH in Deutschland. Dies gilt für Hersteller und Dienstleister mit Sitz im Ausland ebenso wie für deutsche Firmen. Das Logo des Blauen Engel kann in deutscher und englischer Sprache verwendet werden. Zurzeit gibt es 11 700 Blauer-Engel-Produkte von rund 1380 Unternehmen in 125 verschiedenen Produktgruppen. Nur die aus Umweltsicht besten Waren und Dienstleistungen einer Produktgruppe erhalten den Blauen Engel.

www.oeko.de; www.lichtl.com; www.blauer-engel.de

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