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Potenziale für Green IT noch lange nicht ausgeschöpft

Die Potenziale zur Entlastung der Umwelt durch den Einsatz von IT und Telekommunikation sind noch längst nicht ausgeschöpft. Um das zu ändern, hat die Green IT Allianz, eine Initiative im Rahmen des IT-Gipfels, eine Reihe von Handlungsempfehlungen erarbeitet.

„Green IT kann der Schlüssel zur Erreichung der Klimaschutzziele sein“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Auch bei der ITK-Ausstattung würden sich große Einsparpotenziale heben lassen. So verbrauchen die rund 26,5 Millionen Arbeitsplatzcomputer, die in Firmen, Behörden und Bildungseinrichtungen in Deutschland im Einsatz sind, nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums jährlich 4 Terawattstunden (TWh) Strom – mehr als ein großes Kohlekraftwerk im Jahr produzieren kann. Bis 2020 werde die Zahl der Rechner auf 37 Millionen Geräte steigen. Durch den Einsatz energieeffizienter Geräte seien hier erhebliche Energie- und Materialeinsparungen möglich.

Lediglich jeder zweite Arbeitsplatzrechner gelte derzeit als energie- und materialeffizient. Dieser Anteil sollte nach Vorstellungen der Green IT Allianz bis 2020 auf 85 Prozent erhöht werden. Gleichzeitig sollte der durchschnittlich Stromverbrauch von Arbeitsplatzcomputern in Deutschland von heute 150 kWh auf 60 kWh im Jahr 2020 verringert werden.

Im Vorfeld zum IT-Gipfel am 7. Dezember 2010 hatten sich die Chief Informations Officers (CIOs) deutscher Anwenderunternehmen, die im CIOcolloquium und CIO-Circle zusammengeschlossen sind, auf eine Green IT-Selbstverpflichtung geeinigt. Die unterzeichnenden Unternehmen wollen sich verpflichten, bei der Beschaffung und bei der Nutzung von Informations- und Telekommunikationstechnologie CO2-Reduktion und Ressourceneffizienzaspekte zu berücksichtigen.

Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle kommentierte: "Mit dieser Selbstverpflichtung kommen wir einen wichtigen Schritt in unserem 2008 verabschiedeten Aktionsplan Green IT voran. Auf dem IT-Gipfel hatten wir uns das Ziel gesetzt, Deutschland solle Green IT-Pionier werden. Die Bundesregierung hatte sich ein ehrgeiziges Energieeinsparziel gesetzt und ist bei dessen Umsetzung schon gut vorangekommen. Deshalb ist es sehr zu begrüßen, wenn die Anwenderunternehmen diesem Beispiel jetzt folgen."

Die Mitglieder des CIO Colloquiums erhoffen sich neben einem bewußteren Umgang hinsichtlich Green IT in den eigenen Unternehmen auch weiterreichende Effekte in die Zulieferindustrie der Lieferanten, Dienstleister und Hardwarehersteller.

Hintergrund: Die Green IT Allianz wurde im Rahmen des 3. Nationalen IT-Gipfels eingerichtet. Ihre wichtigsten Ziele sind die Weiterentwicklung der politischen und wirtschaftlichen Agenda für Green IT, der Ausbau der Vorreiterrolle der ITK-Branche bei Green Technologies, die Verbesserung der Export-Chancen deutscher Technologieanbieter sowie die Verstärkung der Zusammenarbeit zwischen Anbietern, Anwendern, Politik und Wissenschaft. Gemeinsam will man die besten Technologien mit dem geringsten CO2-Ausstoß identifizieren und deren Entwicklung und Einführung beschleunigen.

www.bitkom.org; www.bmwi.de

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