C.ebra

BME stellt „Barometer Elektronische Beschaffung 2009“ vor

Die Unternehmen profitieren von langfristig getätigten Investitionen in der elektronischen Beschaffung und erzielen Einsparungen durch Einsatz von Katalogsystemen:

bei den Prozesskosten im Durchschnitt bis zu 40 Prozent und bei den Einstandspreisen bis zu 25 Prozent. Im Bereich Ausschreibungen/Auktionen sparen die Unternehmen bei den Prozessen 17,5 Prozent und bei den Einstandspreisen 12 Prozent. Das hat das „BME-Stimmungsbarometer Elektronische Beschaffung 2009“ ergeben, das der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) bereits im 6. Jahr im Vorfeld der e_procure & supply in Nürnberg gemeinsam mit dem Lehrstuhl Industriebetriebslehre der Universität Würzburg durchgeführt hat. 188 Unternehmen haben sich beteiligt, darunter 113 Großunternehmen mit über 2.000 Mitarbeitern sowie 75 KMU.

Eindeutiger Trend ist laut BME die Lieferantenbewertung. Tools zur Lieferantenbewertung genießen hohe Wertschätzung. Über 43 Prozent der Unternehmen setzen entsprechende Werkzeuge bereits ein, rund 19 Prozent planen in naher Zukunft die Einführung adäquater Tools. Auffallend ist die konsequente Anwendung: Fast 40 Prozent der nutzenden Unternehmen integrieren alle Lieferanten in ihre elektronischen Systeme. Fakt ist: Tools zur Lieferantenbewertung haben sich analog elektronischer Kataloge bei Großunternehmen und KMU als Standardinstrument etabliert.

Dennoch: Häufigste Hinderungsgründe für den Einsatz elektronischer Lösungen sind laut der Befragung ein geringes Potenzial des Beschaffungsportfolios oder mangelhafte betriebsinterne Voraussetzungen hinsichtlich Technik und Datenstruktur. Prof. Dr. Ronald Bogaschewsky von der Universität Würzburg meint: „Hier ist der Einkauf insbesondere in Krisenzeiten gefordert, innerbetriebliche Transparenz herzustellen. Die Finanzkrise hat auch positive Facetten. Noch nie war unternehmensintern das Verständnis für elektronische Tools stärker ausgeprägt als im Rahmen der aktuellen Befragung.“ Entscheidungen für oder gegen die Implementierung elektronischer Systeme werden laut Bogaschewsky zunehmend rational getroffen. Dr. Holger Hildebrandt: „Unternehmen, die seit Jahren konsequent E-Tools nutzen, setzen auch in der Finanzkrise ein eindeutiges Zeichen und bauen elektronische Systeme konsequent aus.“

www.bme.de

Verwandte Themen
Titelbild der Studie "Ihr Weg zur digitalen Organisation", welche im Auftrag von TA Triumph-Adler von dem Analystenhaus IDC unter deutschen IT- und Fachbereichsverantwortlichen durchgeführt wurde.
Triumph-Adler-Studie zeigt Hürden und Wegbereiter der Digitalisierung weiter
Ländlich und cool: der Kalender "Wildschön Edition 2018" von Heye
"Wildschön": Passt dieser Kalender nicht an Ihre Wand? weiter
Kostentreiber: Mangel an qualifizierten LKW-Fahrern kombiniert mit einer hohen Personalfluktuation – Bild: Thinkstock/iStock/welcomia
Steigende Preise im Transportmarkt weiter
Vorteil eines digitalisierten Beschaffungsvorgangs gegenüber eines herkömmlichen: Halbierte Prozesskosten im Unternehmen und eine Stunde Ersparnis pro Bestellvorgang
Mercateo launcht kostenlosen Prozesskostenrechner weiter
Die Bechtle Konzernzentrale in Neckarsulm. Bild: Bechtle AG
Landesverwaltung und Bechtle verlängern Rahmenvertrag weiter
Konica Minolta möchte eigenen Angaben zufolge bis 2050 80 Prozent seiner CO₂-Emissionen im Vergleich zum Referenzjahr 2005 reduzieren. Bild: Science Based Targets Initiative (SBTi)
Konica Minolta ist beim Klimaschutz weltweit führend weiter