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Krankheitserreger IT?

Notebooks, Tablets, Headsets – kaum ein elektronisches Gadget kommt heute ohne Funkverbindung aus. Dazu kommen psychische und physische Belastungen durch Lärm und Schadstoffe, die unter anderem beim Betrieb von Druckern entstehen. Das CHIP-Magazin hat Geräte und gesetzliche Grenzwerte unter die Lupe genommen und gibt Tipps für einen gesundheitsbewussteren Technik-Einsatz.

Die Belastung durch störende Geräusche am PC-Arbeitsplatz wird vom Gesetzgeber kaum geregelt. Grenzwerte gibt die „Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung“ vor – jedoch primär für Industrie und Handwerk. Laut Verordnung ist ab einem Geräuschpegel von 85 Dezibel über einen Zeitraum von acht Stunden oder bei einem Peak-Pegel von 135 Dezibel ein Gehörschutz Pflicht. Laute Drucker und Kopierer können einen Pegel von bis zu 80 Dezibel erreichen. Das entspricht dem Lärm einer Hauptverkehrsstraße.

Tipp: Modelle wählen, die im Betrieb unter einem Pegel von 65 Dezibel bleiben. Noch besser ist es, Drucker grundsätzlich abseits vom Sitzplatz auf dem Flur oder in einem eigenen Raum zu betreiben.

Beim Betrieb von Laserdruckern kann es zum Austritt von Staubpartikeln sowie einer Vielzahl von leicht- bis schwerflüchtigen Verbindungen kommen. Für die Emissionen von Staubpartikeln (Nanopartikeln) in Innenräumen gibt es nach wie vor keine geregelten Grenzwerte. Laut einer Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung können gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die Emission aus Büromaschinen nicht ausgeschlossen werden – auch wenn das Risiko als gering eingeschätzt wird.

Tipp: Laserdrucker mit dem Prüfsiegel „Blauer Engel“ oder „DGUV-Test“ verwenden. Der Aufstellort sollte abseits vom Arbeitsplatz liegen und regelmäßig gelüftet werden. Erhöhte Vorsicht gilt beim Wechsel der Toner-Kartusche: Ausgetretenen Toner nur mit einem feuchten Tuch aufwischen und bei Berührung mit der Haut mit Seife und kaltem Wasser abspülen.

Hochfrequente Strahlung, wie etwa beim Mobilfunk oder bei WLAN- und Bluetooth-Lösungen, wird vom menschlichen Körper absorbiert und in Wärme umgewandelt. Beschrieben wird das durch die Spezifische Absorptionsrate, kurz SAR, das ist die Strahlungsleistung, die das Gewebe aufnimmt. Aktuelle Grenzwerte liegen bei 0,08 Watt pro Kilogramm Körpergewicht oder zwei Watt pro Kilogramm für einen Teilbereich des Körpers wie den Kopf. Bei Verwendung am Kopf dürfen Smartphones also nicht mit mehr als 2 W/kg auf den Körper einstrahlen. In der Praxis erreicht quasi kein Gerät diesen Grenzwert. So produziert etwa das iPhone 5 einen SAR-Wert von 0,8 W/kg. Allerdings hängt die Sendeleistung stark vom Mobilnetz ab. Bei schwacher Verbindung steigt die Leistung.

Tipp: Geräte mit niedrigem SAR-Wert kaufen. Verbindungsaufbau abwarten, Headsets verwenden und WLAN sowie Bluetooth bei Nichtgebrauch abschalten. Wer auf Telefonate im Auto verzichtet, entgeht zudem einer höheren Leistung aufgrund der Dämpfung durch die Karosserie.

www.chip.de

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