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Notlösung „BYOD“?

Die Unternehmens-IT kann nicht mit den Erfordernissen der Mitarbeiter Schritt halten. Für den Austausch von Dokumenten greifen diese daher auch im Beruf verstärkt zu ihren eigenen Geräten – zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Connected Enterprise Survey“, die das Marktforschungsunternehmen Loudhouse im Auftrag von Alfresco durchgeführt hat.

74 Prozent der deutschen Anwender würden lieber Tools nutzen, die ihnen ihre IT-Abteilung bereitstellt. 1600 Arbeitnehmer und Führungskräfte aus IT- und Fachabteilungen wurden befragt, darunter auch 200 Teilnehmer aus Deutschland. Der BYOD-Boom ist also eher „aus der Not geboren“ als eine wirkliche Revolution. Die Studie zeigt aber auch, dass die Bedürfnisse der Anwender in der IT durchaus ankommen und ernstgenommen werden. Mehr noch: Wo die IT-Abteilung dem Bedarf entspricht, tritt eine merkliche Produktivitätssteigerung ein.

„Die Studie bestätigt, was wir auch in Kundengesprächen immer wieder hören: Mit BYOD reagieren die Mitarbeiter auf die begrenzten Möglichkeiten der Unternehmens-IT. Das gilt auch für die Nutzung von Cloud-Apps, die eigentlich für den Privatbedarf gedacht sind“, sagt Christoph Volkmer, Regional Vice President DACH von Alfresco.

BYOD ist nicht die Lösung und sorgt für zusätzlichen Frust: 70 Prozent der Befragten weltweit erwarten, dass sie ihre privaten Collaboration-Tools und -Anwendungen in Zukunft noch stärker für berufliche Aufgaben nutzen werden. Hier sind die deutschen Studienteilnehmer zwar etwas skeptischer, aber immerhin noch 61 Prozent waren der gleichen Auffassung. Weil die Tools für Privatanwender nicht für den Unternehmenseinsatz konzipiert sind, zeigen sie gravierende Schwächen im beruflichen Umfeld: So hatten 84 Prozent der User in den letzten zwölf Monaten Probleme beim Versand großer Dateien. Durch den Einsatz privater Dienste werden Dateien an den verschiedensten Orten gespeichert. Für 49 Prozent der Befragten ist die damit einhergehende E-Mail-Flut ein zunehmendes Problem. Aber auch langwieriges Suchen nach Dokumenten bedeutet für 44 Prozent der Befragten ein ständiges Ärgernis. 38 Prozent kämpfen mit der Vielzahl verschiedener Versionen. Die IT arbeitet an Lösungen; aber es geht nicht schnell genug voran.

www.alfresco.de

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