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Bundeswehr IT Projekt „Herkules“ unter Beschuss

Das milliardenschwere IT-Projekt „Herkules“ der Bundeswehr könnte zum Debakel werden. Im Praxistest versagt das System. Nutzer und Projektleiter fällen einem internen Bericht der dem Handelblatt vorliegt ein vernichtendes Urteil.

In dem Gemeinschaftsprojekt will der Bund die veraltete IT der Bundeswehr modernisieren. Bis Ende des Jahres sollte ein schnelleres Datennetz installiert sowie die Streitkräfte mit etwa 300 000 neuen Telefonen und 140 000 neuen Computern ausgerüstet werden. Das Projekt sollte anfangs 6,8 Milliarden Euro kosten, doch bereits Ende 2008 wuchs es auf 7 Milliarden Euro an. Experten zufolge sei es heute nicht mehr kalkulierbar.

Nutzer bemängeln häufige Störungen und Systemausfälle. Medienberichten zufolge ist keiner der Befragten der Meinung, dass sich die strategische Partnerschaft der Bundeswehr mit der Kooperationsgesellschaft BWI IT, an der Siemens und IBM zu 51 Prozent und die Bundeswehr zu 49 Prozent beteiligt sind, bewährt habe. Ein Großteil der Nutzer kann dem internen Bericht zufolge keinen Fortschritt zum veralteten, maroden Bundeswehrsystem erkennen.

„Herkules“ hat wegen der stärken Verzögerungen und dem erheblichen finanziellen Mehrbedarfs bereits wiederholt für Schlagzeilen gesorgt. Jüngst hatte sich auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in der Diskussion zu Wort gemeldet und auf eine Reduzierung der Kosten des digitalen Kommunikationssystems der Bundeswehr gedrängt.

www.bundeswehr.de, www.bwi-it.de

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