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München setzt auf faire Beschaffung

Bereits im Dezember 2013 beschloss der Stadtradt der bayerischen Landeshauptstadt den städtischen Einkauf sozialverträglich weiterzuentwickeln.

Vor zwei Jahren hatte der Stadtrat u.a. beschlossen, dass Natursteine und genähte Sportbälle aus Asien, Afrika und Lateinamerika nur noch mit Fairhandels- Zertifikat oder gleichwertigen Nachweisen bezogen werden, um sicherzustellen, dass die beschaffte Ware nicht mit ausbeuterischer Kinderarbeit produziert wurde.

Bürgermeister Hep Monatzeder betonte, dass München sich auf den erarbeiteten Erfolgen auf dem Gebiet der fairen Beschaffung nicht ausruhen dürfe. Noch immer seien die Arbeits- und Produktionsbedingungen auf dem Weltmarkt in vielen Fällen aus menschenrechtlicher wie umweltpolitischer Sicht skandalös. München trage als große Kommune mit entsprechender Nachfragemacht eine große Verantwortung, beim Einkauf nicht nur auf den Preis zu achten, sondern auch die Produktionsbedingungen zu hinterfragen. Weil sich bei Textilien und Büromaterial mittlerweile Möglichkeiten für den fairen Handel böten, soll die faire Beschaffung der Landeshauptstadt nun auf diese beiden Produktgruppen ausgeweitet.

Auch der Anteil an fair gehandelten Lebensmitteln in städtischen Kantinen, Münchner Schulen und Kindertagesstätten sowie bei städtischen Empfängen und Sitzungen soll weiter erhöht werden. Für die Produktgruppen Holz und IT-Produkte wird der Markt beobachtet, um bei entsprechender Entwicklung auch hier in die faire Beschaffung einzusteigen.

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