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„Arbeiten bis zum Umfallen“

Der Mensch im Hamsterrad – dieses Bild für pausenlose, sinnentleerte Verausgabung zog sich wie ein roter Faden durch die Corporate Health Convention 2012 in Stuttgart.

Doch „Arbeiten bis zum Umfallen“ tut weder Arbeitnehmern noch Unternehmen gut: Um Leistungseinbußen und Fehlzeiten zu verhindern, suchen immer mehr Firmen nach einem Ausstieg in Form von Betrieblichem Gesundheitsmanagement. Das große Interesse an gesunder Arbeit zeigte sich auch in der hohen Beteiligung an der dritten Fachmesse für betriebliche Gesundheitsförderung und Demografie: 2198 Fachbesucher genossen das breite Spektrum an Produkten, Konzepten, Erfahrungen und Testmöglichkeiten von insgesamt 111 Ausstellern.

Gesunde Arbeit: Vom Randthema zum Trendthema

„Der erste Schritt war, das Bewusstsein für die Thematik zu steigern. Jetzt geht es um Qualitätsstandards und Controlling“, sieht Markus A.W. Hoehner, Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens EuPD Research, betriebliche Gesundheitsförderung bereits auf einem hohen Entwicklungsstand. Von „weitreichenden Sensibilisierungserfolgen“ sprach auch Dr. Oliver-Timo Henssler, Director EuPD Research, beim Vergleich der Situation im Jahr 2005 mit den heutigen Verhältnissen: Für Großunternehmen sei Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) inzwischen Pflicht und werde zum Standard, kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) hätten noch Handlungsbedarf, holten aber langsam auf, so sein Fazit. Auf einen weiteren Aspekt dieser „Erfolgsgeschichte“ verwies sein Kollege Benjamin Klenke in der Pressekonferenz: Die Entwicklung vom Randthema zum Trendthema führe auch dazu, dass Gesundheitsmanager jetzt schnelle Lösungen für gesunde Arbeitsbedingungen finden müssten. „Um den Erfahrungsaustausch untereinander zu fördern, haben wir das Corporate Health Netzwerk gegründet“, verwies der Senior Manager von EuPD Research in diesem Zusammenhang auf ein neues Vernetzungsangebot aus seinem Haus.

Hilfreiche Netzwerke: Bei der INQA laufen viele Fäden zusammen

Auch bestehende Netzwerke bieten vielseitige Unterstützung zum Einstieg in Betriebliches Gesundheitsmanagement – insbesondere für die nachziehenden KMU: Gesundheitspädagogin Angelika Stockinger stellte die Checkliste der Offensive Mittelstand vor, die kleinen und mittelgroßen Unternehmen zu einem aussagekräftigen Bild ihres „Gesundheitszustandes“ verhilft. Neben dieser Initiative von INQA Mittelstand hat die „Initiative für eine neue Qualität der Arbeit“ derzeit vor allem die alarmierende Zunahme psychischer Erkrankungen im Blick: Dr. Alfons Schröer vom BKK Bundesverband erläuterte in der bestens besuchten Vortragsreihe das Projekt psyGA-Transfer, das unter dem Motto „Kein Stress mit dem Stress“ umfangreiches Material zum Download bereitstellt. Ministerialrat Andreas Horst vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales gab zudem Einblick in die kommende Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA), die sich ab 2013 ebenfalls arbeitsbedingten psychischen Belastungen widmet.

www.corporate-health-convention.de

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