Am Zustand der Waschräume sei viel zu Erkennen über den Geist des Unternehmens, darin sind sich Carsten Bauer von SCA (Tork) und Uwe Blanck vom Vertriebspartner Igefa einig.
Die Fachgroßhandelsgruppe Igefa versteht sich als Vollsortimenter und Servicedienstleister für gewerbliche Großverbraucher in Deutschland und Europa. Branchenübergreifend vertrauen mehr als 180 000 Kunden, regional und in Europa, der Leistungsfähigkeit des Unternehmensverbundes. Die Igefa ist Prozessberater in vier Sparten: Gebäudedienstleister, Industrie/Kommunen, Hotel/Restaurant/Catering und Gesundheitswesen. Bundesweit ist das Unternehmen an 35 Standorten vertreten. Das Produktsortiment umfasst über 12 000 professionelle Reinigungs- und Hygieneartikel, vom Allzweckreiniger bis zur Zelltuchserviette, für mehr als 400 Anwendungsbereiche. Die zentrale, regional-verankerte Logistik ermöglicht eine Direkt-Belieferung der Kunden. Die hohe Servicequalität wird gewährleistet durch die individuelle Unterstützung des Kunden bei der Optimierung seiner Beschaffung, maßgeschneiderte E-Business-Lösungen, Schulungen und einen fachkundigen technischen Kundendienst. Die Igefa hält als strategischer Partner einen maßgeblichen Anteil an der Distribution der SCA-Produkte.
Wie kommt die Ware zum Kunden?
Am Anfang steht eine Bedarfsanalyse der Igefa beim Kunden. Diese wird gegebenenfalls gemeinsam mit einem Vertriebsmitarbeiter des Industriepartners, wie zum Beispiel Tork, durchgeführt. Dabei steht nicht allein die Erstausstattung des Endkunden im Mittelpunkt der Beratung, sondern die anschließende dauerhafte Belieferung mit Verbrauchsmaterial. Das Durchschnittsauftragsvolumen eines Kunden läge dabei bei rund 350 Euro, verrät Uwe Blanck, Geschäftsleiter Vertrieb der Eichler-Kammerer GmbH, einem Mitgliedsunternehmen der Fachgroßhandelsgruppe. Die Ersparnis im Beschaffungsprozess des Kunden liegt auf der Hand: ein Shop, ein Lieferant, eine Rechnung. Die Partner Tork und Igefa wollen keine Produkte, sondern Konzepte verkaufen. Dem Kunden werden effiziente Systeme aufgezeigt, die den Verbrauch reduzieren. Er erfährt Mehrwerte durch Kostenersparnis, zum Beispiel weil der Verbrauch an Hygienepapieren sinkt.
Je größer das Unternehmen sei, desto größer könne die Ersparnis durch die Prozessoptimierung und Standardisierung sein, weiß Carsten Bauer, Key Account Manager bei Tork. Er bringt ein Beispiel aus der Praxis: Durch ein neu installiertes System mit Großvolumen-Rollen und Handtuchspendern bei einem großen Finanzdienstleister konnten mehrere Tageskräfte, die mit dem regelmäßigen Auffüllen beschäftigt waren, eingespart werden. Ein Argument, das in den Beratungsgesprächen viele Kunden nachdenken lasse. Denn in puncto Gebäudedienstleistungen lägen die Prozess- und Materialkosten bei rund 3 Prozent, die Personalkosten bei 97 Prozent. Beratungsschwerpunkte beim Kunden sind neben Preis und Qualität auch die nachgelagerten Fragestellungen. Was hängt an dem System alles dran? Wie kommt das System dahin, wo es genutzt wird? Was spricht gegen kleine Rollen? Was bringt eine intelligente Logistiklösung? Wie schnell ist die Reaktionszeit von der Bestellung bis zur Belieferung? Wo können Prozesskosten gesenkt werden? Wie positioniert sich der Hersteller beim Thema Nachhaltigkeit? Und nicht zuletzt dem Waschraum als Imageträger?
Wertewandel im Waschraum
In der Betrachtungsweise des Waschraumes hat ein Wertewandel stattgefunden – von der reinen Kostenbetrachtung hin zur Investition in die Gesundheit der Mitarbeiter. Seit der Pandemie 2009 seien die Ausgaben für Hygieneartikel pro Jahr und Mitarbeiter stetig gestiegen, erklärt Carsten Bauer. Aber dabei geht es nicht nur um die Reduzierung der krankheitsbedingten Ausfalltage. Am Zustand des Waschraumes könne man die Wertschätzung des Unternehmens für die Mitarbeiter erkennen, meint Bauer: „An solchen Dingen kann man ablesen, wie das Unternehmen tickt.“ Zum Wohlfühlambiente im Büro, in Zeiten von Fachkräftemangel ein zunehmend interessantes Thema für die Unternehmen, gehöre auch ein gut ausgestatteter Waschraum, ergänzt Uwe Blanck. Und auch die Außenwirkung darf nicht vergessen werden, denn der Zustand der Besuchertoiletten hat mit Sicherheit einen nicht zu unterschätzenden, nachhaltigen Einfluss auf den Gast und seine Sichtweise des Unternehmens, sei es ein potenzieller Kunde oder begehrter Bewerber.
Ob Waschraumausstattung oder Spendersysteme für die Reinigung in Küchen, Gastronomiebetrieben, Unternehmen oder der Industrie – Tork bietet eine breite Produktpalette an, die die Reinigung und Hygiene in vielen Bereichen unterstützt. Der Hygienespezialist präsentierte Mitte Februar eine Auswahl seiner Produkte auf der Messe Facility Management in Frankfurt. Tork, eine Marke des Unternehmens SCA Hygiene Products, legt großen Wert auf den Systemgedanken. Die einzelnen Spender und die Füllmaterialien wie Seife, Papierhandtücher, Toilettenpapier und Wisch- und Reinigungstücher, erhältlich in unterschiedlichen Qualitäten, ermöglichen eine passgenaue Abstimmung auf die individuelle Anwendung. Die Spendersysteme bieten eine hygienische Entnahme, sind funktional in der Handhabung und wirtschaftlich im Verbrauch. Nicht zuletzt legt Tork großen Wert auf eine nachhaltige Produktion. Das gesamte Sortiment kann bequem über verschiedene Handelspartner bezogen werden – die Bestellung und Lieferung aus einer Hand erspart den Unternehmen zusätzlich viel Zeit und Kosten beim Beschaffungsprozess. Auf der Messe Facility Management präsentierte Tork auch die Spenderserie Tork „Elevation“, die für den Einsatz in jeder Art von Waschraum geeignet ist. Die Spender sind so gestaltet, dass sie einfach und intuitiv benutzt und gewartet werden können. Eine integrierte Wasserwaage und Bohrschienen ermöglichen eine schnelle und präzise Montage der Spender. Halbtransparente Sichtfenster zeigen den Reinigungskräften den Papierstatus an. Sie sind mit Schlössern versehen, die sich je nach Bedarf nur mit einem Schlüssel oder einfach per Knopfdruck öffnen lassen. Dosierende Selbstschneidemechanismen, durchdachte Funktionen und optimierte Entnahmeöffnungen sorgen für sparsamen Verbrauch und tragen damit aktiv zur Reduktion von Abfall und zur Verringerung der Nachfüllintervalle bei.
Die nächste Ausgabe erscheint am 31. Mai mit den Themen:
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