Aus dem Rahmen gefallen?

Onlinehändler Mercateo

Ausgabe April 3|2010

Mercateo zählt zu den führenden Online-B2B-Händlern in Deutschland. OCI-Anbindung, „Best Basket“ oder Randbedarfe – technische Spezialisierung und umfassendes Markt-Know-how sind hier die Schlagworte, auf die es ankommt. Sebastian Wieser beantwortet unsere Fragen.

Dr. Sebastian Wieser ist für Strategie, Business Development und IT bei Mercateo verantwortlich. Zudem ist er Mitgründer, Gesellschafter und Vorstandsmitglied.Welche Veränderungen des Einkaufsverhaltens erkennen Sie in den letzten Jahren?
Es geht eindeutig weiter Richtung Internet mit seinem breiten und aktuellen Angebot. Gleichzeitig wollen die Kunden sich auf möglichst wenige Lieferanten konzentrieren. Dazu werden üblicherweise Rahmenverträge geschlossen und Sortimente standardisiert. Das alles, um die Prozesskosten der Beschaffung möglichst niedrig zu halten. Also ein Dilemma. Die Angebotssortimente werden immer breiter, die Artikel spezieller. Das Einkaufsvolumen verteilt sich auf immer mehr Artikel. Rahmenverträge sind da oft unsinnig oder nicht möglich.

Warum ist Mercateo so erfolgreich und wo liegen die Vorteile für den Kunden?
Bei Mercateo kann der Kunde seinen gesamten Randbedarf bei einem Händler, nämlich Mercateo, decken. Eine Plattform, eine Rechnung, ein Ansprechpartner. Wir lösen also das oben beschriebene Dilemma. Für ein solches Angebot mussten wir viele technische Probleme lösen, die uns nun aber einzigartig machen. Wir sind hochtechnisiert mit Inhalt und Handelsprozess. Das zeigt sich beispielsweise auch bei der Suche. Diese muss bei einem so breiten Sortiment extrem gute Ergebnisse liefern. Da wir nicht nur eine technisch gute Lösung haben, sondern auch die Kataloginhalte entsprechend aufbereiten, können wir bessere Ergebnisse liefern als reine Technik oder Kataloganbieter.

Stichwort „Best Basket“-Funktion – Was ist das genau?
Die gleichen Artikel gibt es bei uns zu unterschiedlichen Konditionen. Preise, Lieferzeiten, Versandkosten unterscheiden sich. Wir bilden hier den Wettbewerb im freien Markt ab. Der Kunde entscheidet sich für die gewünschten Artikel und legt sie in den Warenkorb. Best-Basket errechnet nach den Kriterien Preis, Lieferzeit und Versandkosten den wirtschaftlich günstigsten Warenkorb. Der Kunde hat so immer die Gewissheit, ein Optimum gefunden zu haben. Wegen der vielen Kombinationsmöglichkeiten wäre der Kunde hier alleine schnell überfordert. Best-Basket ist ein weiteres Beispiel, wie Mercateo eine technische Lösung mit einem realem Nutzen verbindet. Auf der Messe e_procure & supply präsentieren Sie gemeinsam mit einem Ihrer Großkunden ein interessantes Projekt. 

Verraten Sie uns schon, worum es dabei geht?
Zu viel will ich natürlich nicht verraten, aber Mercateo bietet seinen Kunden nun auch die Möglichkeit, eigene Kataloge mit auf die Plattform zu bringen, also ihre Lieferanten zu behalten. Die RWE wird präsentieren, wie sie mit Mercateo als Beschaffungsplattform, große Teile ihres C-Teile-Einkaufes neu aufgestellt hat. Eine echte Erfolgsstory, kein teures Projekt und nicht nur für Konzerne geeignet. Seien Sie gespannt.

www.mercateo.com

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