Reinigungsprodukte gefragt wie nie

Schweinegrippe

Ausgabe November 6|2009

Angst einfach weggewischt

Das Thema „Schweinegrippe“ ist in aller Munde, und Reinigungsproduktehersteller wie AF International, CCM oder Kleinmann erleben durch die betriebliche Pandemieplanung einen enormen Nachfrageboom.

Die so genannte „Schweinegrippe H1N1“ oder auch „Neue Grippe“ ist seit Wochen permanent präsent in den Medien. Und in der Tat ist es eine Seltenheit, dass eine „Pandemie“ ausgerufen wird. In welchem Ausmaß sich die Schweinegrippe ausbreiten wird, weiß niemand. Gewiss jedoch ist, dass die betriebliche Pandemieplanung in Unternehmen auf Hochtouren läuft. Zahlreiche Gesundheitsämter sowie die Gesundheitsministerien der Länder haben Leitfäden zur betrieblichen Pandemieplanung herausgegeben. Und auch das zuständige Robert-Koch-Institut hat Empfehlungen veröffentlicht.

Mit Desinfektions- und Reingungsmitteln sollte man nach Ansicht von Experten auch im Büro gegen die Viren vorgehen.„Das erzeugt natürlich enorme Aufmerksamkeit sowie Sorge. Es werden Vorsichtsmaßnahmen getroffen und vor allem Desinfektionsprodukte nachgefragt“, erzählt Bernd Zimmermann, einer der Geschäftsführer des in Overath ansässigen Reinigungsmittelherstellers CCM. Viele Unternehmen haben „Pandemie-Pläne“, die Vorsichtsmaßnahmen auslösen. „Das alles lässt den Bedarf steigen“, weiß der CCM-Gründer. „Es wird mit einer dramatischen Zunahme der Fallzahlen gerechnet“, erklärt auch Bernd Opitz, Key-Account- Manager bei AF International. Und da es zum vorbeugenden Schutz gegen die Schweinegrippe, außer einer von vielen Menschen durchaus kritisch gesehenen Impfung und einigen empfohlenen Verhaltensregeln, zurzeit kein anderes Mittel gebe, wird geraten, die Bakterien und Viren im Umfeld zu bekämpfen und so die Übertragungsmöglichkeiten drastisch einzuschränken. Der Hype hierzu komme sicher aus mehreren Richtungen. Die Bundesländer ‚aktivieren’ diesen ebenso wie die Presse und Konzerne“, meint Steve Löffler, Vertriebsleiter des Reinigungsprodukteherstellers Kleinmann.

Entsprechend der Nachfrage hat die Industrie ihr Portfolio angepasst. Kleinmann produziert Desinfektionsmittel für verschiedene Anwendungsbereiche, darunter Produkte zur Tastatur-, Bildschirm- und Oberflächendesinfektion. Seit kurzem bewirbt das Unternehmen seine Produkte mit dem Zusatz „effektiv/wirksam gegen H1N1“, da diese von einem unabhängigen Labor auf die Wirksamkeit gegen H1N1 geprüft wurden.

CCM empfiehlt ein Dreierpaket zur Bekämpfung von Erregern am Arbeitsplatz. Das erste Produkt ist speziell abgestimmt auf oft berührte und alkoholsensible Oberflächen wie Tastaturen, Kopierer, Telefone, Tische. Weiter muss ein Produkt eingesetzt werden, das die Hände der Mitarbeiter und Gäste desinfiziert, um die häufigste Übertragungsquelle zu säubern. Zuletzt muss auch der Sanitärbereich einbezogen werden. Diese Dreiermaßnahme führt laut Zimmermann sicher zu einer erheblichen Reduzierung von krankheitsbedingten Ausfällen im Büro. Und auch AF hat mit Hochdruck daran gearbeitet, seine Produkte anzupassen. Das bedeutet, dass fast alle wichtigen Produkte in der Range des Herstellers auch antibakteriell wirken. Neben den klassischen antibakteriellen Produkten sind nun auch alle „Screen-Clene“-Produkte sowie die Oberflächen-Reiniger antibakteriell. Da empfohlen wird, dass die Hände regelmäßig gereinigt werden, will das Unternehmen in den kommenden Wochen ein „Hand Sanitising Gel“ vorstellen.

Neben den Produkten „erstellen wir mit Hilfe von Laboren und eigenen Chemikern Studien über die Verbreitung von Bakterien und Viren und bieten dem Handel, Unternehmen, Krankenhäusern und Risikogruppen Schulungen zur richtigen und wirksamen Desinfektion an“, berichtet Kleinmann-Vertriebsleiter Löffler. Wichtig für ihn ist es, den Kunden einen echten Nutzen zu vermitteln.

„Hier ist das beste Argument die Reduzierung des Personal-Krankenstandes. Im Jahr 2008 lag dieser bei gesetzlich versicherten Arbeitnehmern im Durchschnitt bei 3,4 Prozent der Arbeitszeit, was 7,5 Arbeitstagen entspricht“, berichtet CCM-Geschäftsführer Zimmermann. Neben geeigneten Produkten hat CCM zur Information über das Thema Schweinegrippe zudem die Homepage www.schweine-grippe-schutz24.de geschaltet. Auch AF-Key Account Manager Optiz kündigt an: „Um auf die Gefahren aufmerksam zu machen, soll es eine ausgedehnte Kampagne geben, die auf den neuen antibakteriellen AF-Produkten aufbaut, vor allem aber aufklärt und klar und unabhängig darlegt, welche Bakterien und Viren so zu beseitigen sind“.

www.ccm-international.eu, www.kleinmann.net, www.af-pluspunkte.de

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