Versender Memo erhält Sonderpreis

Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Ausgabe November 6|2009

Ausgezeichnet für Nachhaltigkeit

Die bedeutende Rolle von Recyclingpapier für den Klimaschutz wurde beim Deutschen Nachhaltigkeitstag besonders deutlich. Preisträger des Sonderpreises „Recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“ wurde der Büroartikelversender memo AG.

Unter den Augen von hochrangigen Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft verlieh die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 6. November in Düsseldorf den Sonderpreis für „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“.
Der Preisträger: die memo AG aus Greußenheim bei Würzburg, Versender für Büro- und Schulbedarf mit über hundert Mitarbeitern. Die Patenschaft für den Sonderpreis hatte Steinbeis Papier Glückstadt übernommen, Vorjahressieger als eines der drei „nachhaltigsten Unternehmen Deutschlands“ im Wettbewerb 2008.
Die gesonderte Würdigung der Recyclingpapiernutzung im Rahmen des wichtigsten deutschen Preises für Nachhaltigkeit ist Ausdruck der großen Bedeutung von Recyclingpapier für eine insgesamt nachhaltige Unternehmensausrichtung.

Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier, und Schauspieler Hannes Jaenicke überreichten memo-Gründer und Vorstandssprecher Jürgen Schmidt (rechts) den Sonderpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises als „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“.

Den Preis erhält memo für den vorbildlichen, weil ausschließlichen Einsatz von Recyclingpapier sowohl im Bereich der Büropapiere als auch für sämtliche Publikationen. Dazu gehören bei memo-Kataloge, Mailings und der Nachhaltigkeitsbericht. Darüber hinaus beliefert die memo AG ihre 120 000 Geschäfts- und Privatkunden unter anderem mit dem umweltfreundlichen Papier – und sorgt somit dafür, dass andere Unternehmen und Verbraucher ebenfalls Produkte aus Recyclingpapier nutzen. Durch dieses konsequente Vorgehen leistet die memo AG einen wertvollen Beitrag zum Schutz von Ressourcen und Klima. Bereits die Herstellung der 5,7 Tonnen Recycling-Büropapier, die das Unternehmen jährlich verbraucht, spart im Vergleich zu Frischfaserpapier so viel Energie ein, dass damit zehn Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang auskämen. Und das gesparte Wasser reicht aus, um die rund 1600 Einwohner des memo-Firmensitzes Greußenheim einen Tag lang zu versorgen.* CO2-Emissionen werden bei der Herstellung von Recyclingpapier zusätzlich in spürbarem Umfang vermieden. Entscheidend: Das gesamte intern und extern genutzte Papier trägt bei memo das weltweit anspruchsvollste Umweltzeichen, den „Blauen Engel“. Mit diesem hohen Standard setzte sich das Unternehmen gegen die anderen Nominierten als Sieger des Sonderpreises „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“ durch – und verdeutlicht den Maßstab, der für den Einsatz von Recyclingpapier heute gilt.

Ökologie trifft Qualität

Der „Blaue Engel“ schreibt die weltweit strengsten ökologischen Kriterien für Papierprodukte vor. Endverbraucher und gewerbliche Einkäufer, die Papiere mit dem „Blauen Engel“ erwerben, können somit sicher sein, „echtes Recyclingpapier“ zu bekommen, das zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt wird und ohne schädliche Chemikalien auskommt. Modernes Recyclingpapier mit dem begehrten Umweltzeichen leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz, es ist außerdem ein modernes Hochleistungspapier für jeden Einsatzzweck. „Recyclingpapier hat keine qualitativen oder ökonomischen Nachteile gegenüber Frischfaserpapier“, weiß Jürgen Schmidt, Gründer und Vorstandssprecher der memo AG. Tatsächlich legt die entsprechende Vergabegrundlage (RAL-ZU 14) fest, dass Büropapier mit dem „Blauen Engel“ bestimmte Normen erfüllen muss. Diese Normen – darunter DIN 19307 über die qualitativen Anforderungen von Papier für Bürozwecke, DIN 6738 und DIN 19309 – gewährleisten, dass Beschreibbarkeit, Alterungsbeständigkeit, Laufeigenschaften von Kopierpapier, Farbkontrast sowie alle anderen qualitativen Eigenschaften denen von Frischfaserpapier entsprechen.

Nachhaltig: Der ‚Ökomanager des Jahres‘ und Träger der Bayerischen Staatsmedaille Jürgen Schmidt verkaufte schon während seiner Schulzeit Hefte aus Recyclingpapier an seine Mitschüler.Getreu dem Unternehmensmotto „…nachhaltig gut“ umfasst das nachhaltige Engagement der memo AG neben dem Einsatz von Recyclingpapier auch alle anderen Unternehmensbereiche. So orientieren sich alle Geschäftsprozesse und internen Strukturen vollständig am Leitbild des nachhaltigen Handelns. Jeder der rund 10 000 Artikel im memo-Programm wird vor der Listung nach strengen Umwelt- und Sozialkriterien sorgfältig geprüft – aber auch Gebrauchstauglichkeit und Preis sind ausschlaggebend. Ob Logistik, Firmengebäude, Mitarbeiterführung, Partnerschaften oder Kooperationen – jede strategische, aber auch jede Einzelmaßnahme im Unternehmen folgt den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Die konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen hatte dem Unternehmen neben dem Preis als recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen auch eine Nominierung als „Nachhaltigstes Unternehmen“ des Deutschen Nachhaltigkeitspreises eingebracht. Der umfassende Gebrauch von Recyclingpapier war dafür mit entscheidend, die Angaben zur Papiernutzung flossen in die Bewertung der nachhaltigsten Unternehmen mit ein. Denn wollen sie Ressourcenschutz umfassend und glaubwürdig betreiben, ist der Einsatz von Recyclingpapier zwingend notwendig.

Ein Anspruch setzt sich preiswürdig durch

Jürgen Schmidt nahm den Sonderpreis „Deutschlands recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“ im Rahmen des festlichen Galaabends des 2. Deutschen Nachhaltigkeitstages am 6. November entgegen. Der Deutsche Nachhaltigkeitstag unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel führte Unternehmensverantwortliche, Nachhaltigkeitsbeauftragte und Kommunikatoren deutscher Unternehmen mit Meinungsführern aus Zivilgesellschaft, Forschung, Medien, Politik und Agenturen zusammen. Symposium und Abendveranstaltung boten den anwesenden DAX-Konzernen, aber auch kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, an Diskussionen zu verschiedenen Facetten und Trends im Nachhaltigkeitsmanagement teilzunehmen.

www.memo.de

www.papiernetz.de

*Quellen/Grundlagen der Berechnung: IFEU Institut Heidelberg: Ökologischer Vergleich von Büropapieren in Abhängigkeit vom Faserrohstoff (2006), BDEW – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft, Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (2009)


Weitere Auszeichnung beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Während das Logistikunternehmen Deutsche Post DHL für die „Nachhaltigste Zukunftsstrategie“ ausgezeichnet wurde, erhielt das Versandhandelshaus Memo den Sonderpreis „Recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“. „Nachhaltigstes Unternehmen 2009“ ist der Pionier für ökologisches Bauen Bau-Fritz. Die Produktreihe „Frosch“ bekam die Auszeichnung als Deutschlands nachhaltigste Marke. Überreicht wurden die Preise im Rahmen einer feierlichen Gala mit über tausend Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

US-Schauspielerin Jane Fonda erhielt beim Symposium Standing Ovations für ihren mitreißenden Vortrag über die „Power of women“ und einen Ehrenpreis.Waren die beiden Ehrenpreisträger Joschka Fischer und Dr. Wolfgang Schäuble sowie die weiteren einzelnen Preisträger Jane Fonda, Yusuf Islam, der Deutscher Fußball-Bund schon im Vorfeld bekannt, hielt die Spannung hinsichtlich der ausgezeichneten Firmen bis in die Abendstunden. Neben mehreren hundert Unternehmensvertretern kamen u.a. Franziska van Almsick, Eckart von Hirschhausen, Sönke Wortmann sowie Alexander und Gabriela Fürsten zu Sayn-Wittgenstein über den roten Teppich und bekräftigten mit ihrer Teilnahme auch die gesellschaftliche Bedeutung des Nachhaltigkeitspreises. Zum Abschluss der unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel stehenden Preisverleihung, bei der Jane Fonda mit einem flammenden Plädoyer für ehrenamtliches Engagement begeisterte, präsentierte Yusuf Islam (Cat Stevens) einige seiner alten und neuen Songs.

www.deutscher-nachhaltigkeitspreis.de

Zu den Inhalten Artikel empfehlen Drucken