Stolperfreie Präsentation

Frankenstein macht einen guten Eindruck

Ausgabe Januar 1|2012

Meetings, Workshops oder andere Fortbildungsveranstaltungen gehören auch im Öffentlichen Dienst zum Arbeitsalltag. Jedoch ist auch hier eine ordnungsgemäße Durchführung nicht ohne Tücken, weiß unser Gastautor Siegfried Frankenstein.

Wenn man entsprechende Veranstaltungen durchzuführen hat, so ist eine gründliche Vorbereitung natürlich selbstverständlich und unerlässlich. Schlecht vorbereitete Präsentationen erzielen nämlich bei den Teilnehmern nicht selten Unverständnis, Langeweile oder Unzufriedenheit. Mit einem gut organisierten Vortrag kann man jedoch schnell einen positiven Eindruck hinterlassen, mit einer schlechten Präsentation aber sehr schnell das Gegenteil erreichen. Als Dozent hat man nunmehr aber seine Hausaufgaben sorgfältig gemacht und auch ein tragfähiges Konzept erstellt. Da ist schon das eine oder andere sorgfältig zu beachten, zum Beispiel die richtige Themenauswahl und Reihenfolge, Zeitmanagement und die Zielgruppe. Somit wurde sicherlich schon die eine oder andere Hürde aus dem Weg geräumt. Jedoch was nützt das schönste Konzept und die besten Vorbereitungen und Präsentationstechniken, wenn es nun wirklich ernst wird. Es sind nicht selten die kleinsten Stolperfallen, die zeitaufwändige Vorbereitungen zunichte machen können.

Unser Gastautor Siegfried Frankenstein, Vergaberechtsreferent und langjähriger Leiter einer zentralen  Beschaffungsstelle, kennt die Tücken beim Moderieren: Er ist selbst ein begehrter Redner.

Seminarraum: Es fängt schon mit der richtigen Auswahl des Seminarraumes an. Äußerst peinlich kann es nämlich sein, wenn der vorgesehene Raum vor Seminarbeginn noch belegt ist. Eine ausreichende Raumgröße sowie eine angemessene Tischanordnung sind ebenfalls unabdingbar. Gleichfalls findet man aber selbst in gut vorbereiteten Seminarräumen selten lesbare Namensschilder. Selbstverständlich muss aber auch eine optimale Klimatisierung und Beleuchtung des Raumes sein. Die schönste Power-point-Präsentation nützt nicht viel, wenn die Teilnehmer wunderbar vorbereitete Folien nur erahnen und nicht lesen können. Wenn dann auch noch kein ausreichender Sonnenschutz in den Räumen vorhanden ist, besteht für den Dozent ein weiteres und kaum lösbares Problem. Zur Durchführung der Veranstaltungen sind aber noch weitere Hilfsmittel erforderlich.

Flipchart: Mittlerweile ist ein Flipchart aus einem Seminarraum nicht mehr wegzudenken. Was aber, wenn es im Raum nicht richtig positioniert ist? Da ist so mancher Dozent schon am Transport einer vorhandenen „Drei-Bein-Ausstattung“ verzweifelt und froh, wenn der Fußboden nicht beschädigt wird. Ganz ärgerlich wird es aber auch dann, wenn man feststellt, dass kein Papier mehr vorhanden ist, da es durch die Vorgängerveranstaltung verbraucht wurde. Über nicht vorhandene oder ausgetrocknete Filzstifte will ich an dieser Stelle gar nicht erst hinweisen.

Whiteboardtafel: Hier dürfte eigentlich keine Gefahr lauern. Meint man. Denn was ist, wenn die Tafel vorher mit sogenannten Permanentstiften beschrieben wurde, die mit normalen Hilfsmitteln nicht zu entfernen sind. Wenn der Hausmeister nunmehr nicht das richtige Reinigungsmittel verwendet, so kann man den Raum mehrere Stunden nicht nutzen.

Tageslichtprojektor: Ohne einen Tageslichtprojektor lief in der Vergangenheit nicht viel. Wenn man über ein ausreichendes Verlängerungskabel und eine Ersatzlampe verfügt, so kann das eine sehr entspannte Präsentation sein. Selbstverständlich muss aber eine optimale Projektionsfläche vorhanden sein.

Beamer: Ohne Zweifel: Überwiegend werden Präsentationen mittlerweile durch den Einsatz von Beamern unterstützt. Entsprechende Vorträge können bequem zuhause erstellt werden und dann der Zuhörerschaft per Mausklick vorgespielt werden. Wenn man nunmehr auch noch die Regeln für das Erstellen der Powerpointfolien beachtet, kann gar nicht mehr so viel schiefgehen. Es sei denn, die Technik macht einem wieder mal einen Strich durch die Rechnung. So ist unbedingt zu prüfen, ob der eigene Laptop mit dem vorhandenen System kompatibel ist. Mancher Dozent hat da schon sein blaues Wunder erlebt, wenn der mitgebrachte Adapter nicht für den zur Verfügung gestellten Beamer verwendbar ist. Natürlich muss auch die Lichtleistung und die Auflösung des Gerätes eine einwandfreie Präsentation gewährleisten. Wenn dann aber zu guter Letzt noch der mitgebrachte Presenter nicht funktioniert, so ist das Chaos perfekt. Spätestens jetzt haben selbst Präsentations-Künstler nun nicht nur kleine Schweißperlen auf der Stirn.

www.siegfriedfrankenstein.de

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