Das ökologische Manifest

Steinbeis: Vom Öko- zum Technologieführer

Ausgabe Mai 4|2010

Lange musste Recyclingpapier in Deutschland um seine Lobby kämpfen. Heute erobert es die Büroetagen in Verwaltungen, Behörden und Institutionen. Und auch als Teil nachhaltiger Strategien führender Unternehmen hat es sich längst etabliert.

Zur Erfolgsstory von ökologisch hochwertigem Büropapier hat die Firma Steinbeis, Glückstadt, wesentliche Kapitel beigetragen. Eines davon heißt: Öko-Revolution. Rückblende in die 70er. In jene Zeit, als der Begriff „Waldsterben“ in Medien, Politik und Wirtschaft ein ernsthaftes Nachdenken auslöste, als Greenpeace mit spektakulären Aktionen Umweltverantwortung inszenierte und die ökologische Landwirtschaft ihre ersten Gehversuche machte. Eine Ära, in der Steinbeis der Pioniergeist packte. Lange bevor von erneuerbaren Energien überhaupt die Rede war oder Automobilkonzerne sich im Ansatz mit der Entwicklung von umweltfreundlichen, verbrauchseffizienten und emissionsreduzierten Fahrzeugen beschäftigten. Damals entschied sich Steinbeis als eines der ersten Unternehmen in der konventionellen Papierindustrie für einen radikalen Produktionswechsel von Frischfaser- zu Recyclingpapieren aus 100 Prozent Altpapier. Eine kleine „Öko-Revolution“, die folgenreich war.

Modernste Technik am Standort im norddeutschen Glückstadt

Vom Öko-Revolutionär zum Technologieführer

Die gesamte Industrielandschaft musste auf „grüne Technologien“ umgestellt werden. Gemäß Steinbeis Vision: Altpapierveredelung zu einem ökologischen Markenprodukt, das nicht nur eine ökonomische Alternative zu Frischfaserpapieren darstellt, sondern einen neuen Premium-Standard setzt. Als technologisch getriebenes Unternehmen hat Steinbeis in den vergangenen 10 Jahren weit über 280 Millionen Euro in Innovationen investiert. Heute verfügt das Unternehmen über eine integrierte Industrielandschaft mit einer der modernsten Altpapieraufbereitungsanlagen in Europa, zwei Papiermaschinen, biologischer Abwasserkläranlage und angeschlossenem Kraftwerk mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung.

Das ökologische Reinheitsprinzip

Michael Söffge, Geschäftsführer von Steinbeis PapierSteinbeis forscht, entwickelt und produziert nach dem ökologischen Reinheitsprinzip. Das Office-Recyclingpapier wird zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt ohne die Verwendung von belastenden Zusatzstoffen wie zum Beispiel optische Aufheller. Um auch hier die Öko-Effizienz zu steigern, bezieht Steinbeis über ein „Regional Sourcing“-Konzept die richtigen Qualitäten (Haushaltssammelware) und Mengen standortnah. Selbst Recycling-Zwitterlösungen, bei denen zum Altpapier Frischfasern beigemischt werden, sind bei Steinbeis schon rein technologisch nicht mehr möglich. Alle Papiere der Marke Steinbeis entstehen in einem geschlossenen Produktionskreislauf, der Umwelt, Klima und Energieressourcen schont. Im kompletten Herstellungsprozess spart Steinbeis gegenüber herkömmlichen Papieren aus Frischfasern 82 Prozent an Wasser, 77 Prozent an Energie und 57 Prozent an CO2-Ausstoß (Steinbeis Ökobilanz-Werte für die Herstellung von Büropapieren aus 100 Prozent Altpapier) ein. Das Sortiment an Premium-Öko-Papieren reicht von ISO 70 bis ISO 100, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel, dem führenden Verbraucherschutz- und Umweltzeichen. Qualitätsmanagement bis ins Detail ist Teil der Steinbeis-Strategie. Dazu gehört auch die Kooperation mit OEMs (Original Equipment Manufacturer) und Herstellern von Hardware-Produkten, um Steinbeis-Recyclingpapiere kontinuierlich weiter zu entwickeln und den Anforderungen modernster Hochleistungs-Drucksysteme anzupassen. Steinbeis-Papiere gehen höchstes Tempo mit, überzeugen in komplexen Testreihen und Anwendungen immer wieder mit zuverlässigen Laufeigenschaften und einwandfreien Druckergebnissen.

Recyclingpapier – ein Öko-Manifest

Bei der Papierwahl entscheiden sich viele Unternehmen für „Steinbeis Classic White“ mit ISO 70er Weiße. Und das sehr bewusst. Ökologische Qualität und Farbton transportieren fühl- und sichtbar die Sustainability-Haltung des Unternehmens. So kann Steinbeis-Papier durchaus als ein griffiges, visuelles Statement für ökologisch verantwortliches Denken und Handeln gegenüber Kunden, Mitarbeitern und Empfängern verstanden werden. „Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit setzen, sehen sich häufig einem komplexen Umgestaltungsprozess gegenüber. Das haben wir als Industrieunternehmen selbst erfahren. Mit unserem Sortiment und der Art, wie wir produzieren, bieten wir Unternehmen eine schlanke Lösung für ein nachhaltiges Officemanagement und eine Möglichkeit, die eigene Umweltbilanz investitionsfrei zu verbessern,“ so Michael Söffge, Geschäftsführer von Steinbeis Papier. Wer sich selbst überzeugen will, kann Mustersets anfordern oder Testläufe vereinbaren.

www.stp.de

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